(openPR) Vernissage, 23. Januar 2009, 19 Uhr, Galerie Deschler, Auguststraße 61, 10117 Berlin, Ausstellung läuft bis 21. Februar 2009 +++ FACE (1984) Prototyp zum Musikvideo „Sledgehammer“ von Peter Gabriel +++ Preview am 21. Januar 2009, um 11 Uhr.
Layers – Vom 23. Januar bis 21. Februar 2009 präsentiert die Galerie Deschler in der Auguststraße 61, 10117 Berlin-Mitte, Videoarbeiten des Pio-niers und Wegbereiters der digitalen Videokunst, Stefan Roloff, aus den Jah-ren 1983 bis 2008. Eine Preview mit dem Künstler findet am 21. Januar 2009 um 11 Uhr statt.
1981 verließ der Berliner Stefan Roloff seine Heimat und zog nach New York. Dort erforschte er das noch unentdeckte Land der digitalen Bildbearbeitung und schuf die ersten digitalen Videos. Seine damals entstandenen „Moving Paintings“ beeinflussen noch heute zahlreiche Künstler.
1984 kam es zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit mit dem Musiker Peter Gabriel. Roloff produzierte das Video FACE (1984), den Prototypen zu Ga-briels zwei Jahre späterem Musikvideo „Sledgehammer“, das Maßstäbe für die moderne Musikvideoproduktion setzte. Die beiden gezeigten Arbeiten FIREBALL (1983) und FACE (1984) sind wichtige Zeugnisse dieser Pioniers-zeit. Nach der Zusammenarbeit mit Peter Gabriel folgte eine produktive Phase mit den Punk Rock Legenden Martin Rev und Suicide, dem Musiker Walter Steding und vielen anderen.
1995 widmete Roloff sich der Geschichte seines Vaters. Helmut Roloff war Mitglied der Widerstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus Rote Kapelle. Aus dieser Beschäftigung entstand das Video PRINZ ALBRECHT STRAßE 8 (2004). In dem Video bedient sich Roloff der Technik des Morphing, dessen Grundlage er mit seinen „Moving Paintings“ gelegt hat. Mit Hilfe des Morphings und Gestapo-Häftlingsfotos entsteht eine Gruppe imaginärer Häft-linge. Zeitgleich produzierte Stefan Roloff den Dokumentarfilm „Rote Kapel-le“, der große Aufmerksamkeit auf sich zog.
2007 dokumentiert Roloff im Video ORANGE ALERT (2007 Musik: Martin Rev) die apokalyptische Realität seiner Wahlheimat New York im rhythmischen Discolicht. Mit Bildern wartender Polizisten vor potentiellen Gefahrenzielen vermittelt er ein Gefühl der unterschwelligen Katastrophenstimmung.
Stefan Roloffs neueste Arbeit HOLLAND (2008, Musik: Martin Rev) themati-siert die äußere Wahrnehmung mit der dahinterliegenden Realität. Die schnel-le Autofahrt durch den Holland Tunnel in New York, vorbei an Kacheln, Ne-onröhren und Bremslichtern, geht in eine glutrot brennende Kugel über, unter der sich der Betrachter in Liegestühlen sonnt. Der Fahrer ist verletzlich und dem Tunnel ausgeliefert. http://www.deschler-berlin.de/Ausstellungen/0901_SRoloff.htm











