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Fitch - Kommunale Unternehmen in Deutschland – Überwiegend öffentliches Risiko

04.12.200816:07 UhrTourismus, Auto & Verkehr
Bild: Fitch - Kommunale Unternehmen in Deutschland – Überwiegend öffentliches Risiko
Guido Bach, Director und Analyst im Bereich IFP bei Fitch Ratings in Frankfurt am Main.
Guido Bach, Director und Analyst im Bereich IFP bei Fitch Ratings in Frankfurt am Main.

(openPR) Fitch Ratings erklärt in einem neuen Report: Obwohl sich kommunale Unternehmen nicht selten in Rechtsform, ihren Aktivitäten sowie ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit und Struktur unterscheiden, gibt es dennoch einige grundlegende Gemeinsamkeiten, die für ihre Kreditwürdigkeit entscheidend sind. Das erfordert einen spezifischen Ratingansatz.



Der Report setzt einen Schwerpunkt bei den wichtigsten Merkmalen dieser Unternehmen des öffentlichen Sektors. Die meisten der kommunalen Unternehmen haben einen starken Bezug zu ihren Kommunen oder Ländern. Dementsprechend kommen bei der kreditmateriellen Bewertung von kommunalen Unternehmen in Deutschland die Kriterien zur Anwendung, die Fitch auch für das Rating von Unternehmen des öffentlichen Sektors verwendet. Diese ermitteln die Wahrscheinlichkeit und die Fähigkeit des öffentlichen Trägers, Unterstützung zeitnah und angemessen bereitzustellen. In einigen Fällen ist der Träger aufgrund der Rechtsform des Unternehmens oder aufgrund einer bestimmten rechtlichen Vereinbarung zu dieser Unterstützung verpflichtet. Viel häufiger jedoch werden der Bedarf und die Wahrscheinlichkeit der Unterstützung auf der Grundlage der wirtschaftlichen und finanziellen Beziehungen (Abhängigkeiten) zwischen dem Unternehmen und seinem Träger beurteilt.

Deutsche kommunale Unternehmen werden häufig in Zusammenschlüssen oder Stadtwerken organisiert. Viele dieser Organisationen wurden Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts als Reaktion auf das rasche Wachstum der städtischen Bevölkerung im Rahmen der Industrialisierung in Deutschland gegründet. Traditionell erbringen deutsche Städte und Gemeinden öffentliche Leistungen für ihre Bürger über speziell zu diesem Zweck gegründete kommunale Unternehmen. Die Energie- und Wasserversorgung, Wirtschaftsförderung, Abfallbeseitigung, öffentlicher Personennahverkehr und Wohnungswirtschaft werden von diesen Unternehmen gewährleistet.
Kommunale Unternehmen werden von öffentlichen Gebietskörperschaften gegründet, um gesetzlich vorgeschriebene Leistungen, zum Beispiel die Erfüllung von öffentlichen Aufgaben, zu übernehmen. Die Kommunen bestimmen den jeweiligen öffentlichen Auftrag und üben weiterhin Kontrolle bei strategischen Entscheidungen wie Preisen und Investitionen aus. Viele kommunale Unternehmen, die grundlegende öffentliche Leistungen erbringen, stellen für die öffentliche Gebietskörperschaft eine strategische Beteiligung dar, so dass diese auch bereit sind, ein betroffenes Unternehmen im Bedarfsfall zu unterstützen.

In den meisten Fällen ist der Mehrheitseigner bei kommunalen Unternehmen eine öffentliche Gebietskörperschaft. Dies ist entscheidend für ihre Kreditqualität, die von der Höhe und der Wahrscheinlichkeit einer Unterstützung durch ihren Träger im Bedarfsfall abhängig ist. Die Tatsache, dass einer der Anteilseigner eine öffentliche Gebietskörperschaft ist, ist ebenfalls sehr wichtig für große gewinnorientierte Unternehmen, die in Wirtschaftsbereichen tätig sind, die dem Wettbewerb unterliegen. Rechtliche Vereinbarungen können den Mehrheitseigner berechtigen, Gewinne zum Ausgleich von Betriebsverlusten bei anderen Aktivitäten einzusetzen oder den kommunalen Haushalt mit zusätzlichen Einnahmen zu versorgen.

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