(openPR) Stadionbau: Sicherheitsglas-Spezialist erhält Zuschlag für Herstellung und Lieferung der beim Dach des Green-Point-Stadions in Kapstadt benötigten Flachglaselemente. Schrozberg/Wermsdorf – Thiele Glas ist bei der Fussball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika am Ball: Mit dem Zuschlag für die Produktion von ca. 38.000 qm speziell emailliertem Verbundsicherheitsglas TG PROTECT für das Dach des Green-Point-Stadions in Kapstadt unterstreicht Thiele Glas seine internationale Ausrichtung. Die „Gläserne Perle“ Kapstadts entsteht am Fuße des Tafelbergs an der bekannten Victoria & Alfred Waterfront in einem großzügig angelegten Park und bietet in seinem 45 Meter hohen Rund Platz für 68.000 Zuschauer. Die Dachkonstruktion wird von der Firma Pfeifer Seil- und Hebetechnik GmbH gebaut. Die hierfür benötigten Spezialgläser werden von Thiele Glas hergestellt und ab November 2008 von Deutschland nach Südafrika transportiert. Die Fertigstellung des Projektes ist Ende 2009 geplant.
Insgesamt werden in Südafrika fünf Stadien neu gebaut. Fünf weitere Arenen werden saniert. Mit einem Investitionsvolumen von 285 Mio. € wird das alte, nur 18.000 Zuschauer fassende Green-Point-Stadion für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 durch einen kompletten Neubau ersetzt.
Die Dachkonstruktion ist eine Kombination aus einem Hängedach mit radialen Bindersystemen. Das ondulierende Dach wird mit Verbundsicherheitsglas eingedeckt. Ungefähr 11.000 Glasscheiben sind notwendig, um die in unterschiedliche Segmente aufgeteilte Dachkonstruktion zu schließen. TG-Protect TVG aus 2 × 8 mm teilvorgespanntem Glas mit spezieller Emaillierung kommt dabei zum Einsatz. Durch die hohen technischen wie optischen Qualitätsanforderungen werden während der gesamten Produktionszeit des Auftrages konstant Testscheiben parallel mit gefertigt und auf ihre Qualität hin überprüft.
Die TG-TVG-Gläser müssen auf Grund der statischen Anforderungen deutlich höhere Biege-Zug-Werte aufweisen. Außerdem stellen die lichttechnischen Vorgaben an die Emaillierung bezüglich Lichtreflexion und Lichttransmission eine große Herausforderung an das Team von Thiele Glas dar. Das Dach besteht aus 72 Segmenten. Neben einer großen Anzahl von rechteckigen Glaselementen kommen auch Modellscheiben als Trapez oder Scheiben mit einseitiger, schräger Kante zum Einsatz. Im Innenraum wird das Dach mit einer diaphanen Membranhaut verkleidet. Der Raum zwischen der Glaseindeckung und der Membran integriert technische Elemente wie Beschallung und Beleuchtung, bietet Wetterschutz und dient als schallabsorbierendes Volumen. Nach der erfolgreichen Organisation des Fifa World Cup 2006 in Deutschland unterstützen eine ganze Reihe deutscher Firmen Südafrika sowohl beim Bau von Sportstätten als auch in der Organisation. Das Stadion, an welchem Thiele Glas nun mitwirkt, wird durch gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner sowie den Tragwerksplanern Schlaich, Bergermann und Partner aus Stuttgart geplant. gmp Architekten sind für Stadionbauten bekannt. Unter anderem wurden von gmp das Berliner Olympiastadion saniert sowie in Asien und auf der arabischen Halbinsel riesige Sportarenen realisiert. Für das Projekt in Kapstadt bildete gmp Architekten eine Arbeitsgemeinschaft mit Louis Karol und Point architects and Urban Designers, Cape Town. Realisiert wird die Dachkonstruktion durch die international erfahrenen Seilbauspezialisiten der Firma Pfeifer aus Memmingen, die Thiele Glas als Lieferanten für diese technische anspruchsvollen Herstellung der Verglasungungselemente ausgewählt haben. Pfeifer hatte bereits beim Fifa World Cup 2006 an 5 Überdachungen deutscher Stadien mitgewirkt und ist neben dem Green Point Stadion auch für das 2. Halbfinal-Stadion in Durban der „Dach“-Generalunternehmer. Die Silhouette des Green-Point-Stadions in Kapstadt wird etwas Besonderes. Das flache, ondulierende Dach erhält durch die Verwendung hochwertiger Materialien seinen Reiz. 68.000 Zuschauer finden darunter einen geschützten Sitzplatz. Schon Ende 2009 soll sich darin der Himmel über Kapstadt spiegeln. Das Stadion liegt zu Füßen des Tafelberges, nur wenige Meter von der Traumküste entfernt und wird dort sicherlich zum neuen Wahrzeichen am Kap, sind sich die Verantwortlichen von Thiele Glas und Pfeifer sicher.


















