(openPR) Erstmals seit 2004: Alle Bezirke verzeichnen einen Rückgang der überschuldeten Haushalte
Die Berliner haben 2008 besser gewirtschaftet. Die Schuldnerquote ging um 1,29 Prozent zurück. Damit liegt Berlin allerdings noch immer über dem Bundesdurchschnitt. Besonders hoch sind die Ausfälle in Berlin Wedding, Neukölln sowie Berlin Tiergarten, doch auch hier ist die Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr deutlich sichtbar. Besonders die Bezirke Kreuzberg und Tiergarten konnten sich verbessern. Die Finanzkrise kann nach Ansicht der Experten jedoch wieder zur Trendumkehr führen.
Weniger Arbeitslose in Berlin, weniger Miese. Von Reinickendorf bis Spandau – alle Berliner Bezirke können in 2008 weniger Privatinsolvenzen verzeichnen. Die Schuldnerquote liegt mit 13,96 Prozent (-1,29 % zu 2007) jedoch immer noch über dem bundesweiten Durchschnitt von 10,11 Prozent. Die Berliner in Neukölln und Wedding stecken mit 20,34 und 22,37 Prozent aber immer noch tief in der Kreide. In Steglitz, Zehlendorf, Köpenick sowie Wilmersdorf sieht die Haushaltssituation im Vergleich besser aus.
„Viele Berliner konnten Arbeit finden und sich langsam aus der Schieflage befreien“, so der Berliner Creditreform Geschäftsführer Jochen Wolfram. Die Farbe Rot dominiert jedoch noch immer den SchuldnerAtlas von Berlin– wenn auch mit Tendenz zu Orange. Ein signifikanter Unterschied zwischen den ehemaligen Ost- und Westbezirken lässt sich nicht mehr feststellen.
Wirtschaftsexperte Jochen Wolfram mag jedoch nicht von einem stabilen Trend sprechen. „Es kann sich um ein Strohfeuer handeln. Die Finanzkrise könnte eine neue Schwemme von Insolvenzen nach sich ziehen. Wenn Unternehmer nicht mehr einstellen, steigt die Arbeitslosenzahl und damit auch wieder die Zahl der Insolvenzen. Eine genaue Prognose lässt sich aber noch nicht fassen. Heute können wir nur mit Sicherheit sagen, dass dies die niedrigsten Zahlen seit 2004 sind“.
Stichtag für die Untersuchung war der 1. Oktober 2008. Insgesamt wurden 410.000 Schuldner in Berlin registriert.










