(openPR) November 2008, Hamburg/Kiel – Links die Ostsee, rechts das Haff und in der Mitte ein Weltkulturerbe. Die Kurische Nehrung gilt als eines der schönsten Naturparadiese Europas. Seit gut 15 Jahren steht es wieder allen Reisenden offen: Ein beinah 100 Kilometer langer Sandstrand mit riesigen Wanderdünen, die baltische Sahara. Am besten nähert man sich der Halbinsel über die Ostsee. Die DFDS Lisco Fähren legen in Kiel ab und erreichen 22 Stunden später Klaipeda – eine Reise mit echter Seefahrerromantik.
Klaipeda, das frühere Memel, empfängt Besucher mit seinen Fachwerkhäusern, zahlreichen Restaurants und Kneipen und bildet den Eingang zur Kurischen Nehrung, die sich nur 400 bis 4000 Meter breit, aber schier endlos lang in die Ostsee erstreckt. Zu entdecken gilt es das größte Sanddünengebirge Europas – mit Dünenkämmen bis 60 Metern Höhe.
Die Wintermonate sind hier richtig schön kalt mit viel Schnee und Sonne. Das Haff friert regelmäßig zu und bildet eine ideale Eislauffläche bis zum Horizont, während die hohen Dünen sich in perfekte Rodelpisten verwandeln. Eisangler hacken ihre Löcher und fischen Stinte aus der Tiefe. Derweil glühen in den wunderschön renovierten Fischerhäusern die Bulleröfen und erwärmen die kleinen Läden mit Kunstgewerbe, die heute darin eingerichtet sind.
Besonders die Deutschen zieht es seit dem Mauerfall wieder an die Nehrung mit ihren moorigen Birken- oder Kiefernwäldern, in denen man mit etwas Glück sogar Elchen begegnet. Und in den idyllischen Dörfern trifft man verwitterte Katen und viele hübsche Holzhäuser mit doppelten Mützen – aus dickem Reetdach und Schneehaube. Skulpturenparks am Strand mit Hexen, Teufeln, Riesen und Nixen führen in die litauische Märchenwelt. Man kann natürlich auch in Rauchsaunen schwitzen, auf Pferdeschlitten durch die helle Nacht gleiten – oder bei zahllosen Literaturabenden Thomas Mann lauschen.
Der Dichter war von der großartigen Kargheit dieses Zipfels der damaligen deutschen Ostsee so begeistert, dass er von seinem Nobelpreis-Geld in Nidden (heute Nida) ein Sommerhaus baute und hier unter anderem seinen Roman „Joseph und seine Brüder“ schrieb. Heute Museum bietet der Blick aus Thomas Manns Arbeitszimmer noch immer seinen geliebten „Italienblick“ in die Landschaft.
Auch andere Künstler mochten die Inspiration von Großartigkeit, Weite und Ruhe: Wilhelm von Humboldt, Lovis Corinth, Rolf Schmidt-Rottluff oder E. T. A. Hoffmann schätzten die Nehrung mit ihrer Sommerfrische als kreativen Rückzugsraum. Bei Strandspaziergängen werden sie wohl wie auch heutige Besucher auf angeschwemmte Bernsteine gestoßen sein, das Mitbringsel Nummer eins aus der Zeit der Dinosaurier.
Preise
Fährpassage: Die Fähren MS Lisco Optima und Gloria verkehren an sechs Tagen die Woche zwischen Kiel und Klaipeda, 22 Stunden Fahrzeit, Preis: ab 75 Euro pro Person und Strecke. Annehmlichkeiten an Bord: Restaurant, Bars, Shop und Lounge. Buchbar über DFDS Lisco, Tel. 0431/20976-420, E-Mail:
6-tägige Reise: Fährpassage Kiel–Klaipeda und zurück, 2-Bett-Kabine an Bord, 3 Übernachtungen in Nida (Kurische Nehrung) mit Frühstück und Transfer Nida-Klaipeda – ab 395 Euro, buchbar bis 19.12.2008 und 12.01. bis 29.04.2009 (außer Ostern) über Schnieder Reisen, Tel. 040/3802060, E-Mail:
4-tägige Reise: Fährpassage Kiel–Klaipeda–Kiel, Übernachtung an Bord und in Klaipeda mit Frühstück und Abendessen an Bord, 1 Übernachtung in Klaipeda mit Frühstück, ab 195 Euro pro Person, buchbar bis 19.12.2008 und vom 12.01. bis 29.04.2009 (außer Ostern) über Mare Baltikum Reisen, Tel. 040/494111, E-Mail:










