(openPR) 12. Januar 2004 - Zu Meldungen ueber Plaene von US-Praesident George W. Bush, die bemannte Raumfahrt zu forcieren, erklaert der zustaendige Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion Swen Schulz:
Anscheinend will US-Praesident George W. Bush ein Programm auflegen, das die Errichtung einer Mondsiedlung und einer Landung von Menschen auf dem Mars beinhaltet. Ueber Motive und technische sowie finanzielle Realisierbarkeit moege in den USA geurteilt werden. Fuer die europaeische Raumfahrt bedeutet diese Initiative: Nichts. Europa sollte unbeirrt und konsequent seinen Weg gehen, Forschung und Anwendung in der Raumfahrt betreiben und dafuer die geeigneten Rahmenbedingungen schaffen.
Allerdings betrifft uns Europaeer in einer Hinsicht die US-Raumfahrtpolitik, naemlich im Hinblick auf die Internationale Raumstation (ISS). Aktuell sind die USA auf Grund des schrecklichen Unfalls der Raumfaehre Columbia nicht in der Lage, ihren Verpflichtungen zu Aufbau und Betrieb der ISS nachzukommen. Mehr noch: Seit geraumer Zeit gibt es keine Signale, die auf ein weiteres Interesse der USA an der ISS hinweisen wuerden, was negative Auswirkungen auf die europaeischen und deutschen Projekte hat.
Es waere nicht hinnehmbar, wenn die USA ihre Verpflichtungen fuer die ISS nicht erfuellen wuerden und dadurch eine gigantische internationale Investitionsruine im All entsteht. Sollten die USA jedoch zur ISS stehen, dann wuensche ich ihr fuer ihre hoeher fliegenden Plaene viel Spass und gute Reise!








