(openPR) Wütendes Geschrei, erhöhtes Aufmerksamkeitsbedürfnis oder albernes Gekicher. Kinder, die einen geliebten Menschen verloren haben, verhalten sich in ihrer Trauer auffällig – und für die selbst trauernden Erwachsenen oft unverständlich oder gar belastend. Die Psychologische Beratungsstelle der Diakonie Schwerte hat eine Trauergruppe ins Leben gerufen, in der Kinder ihre Trauer ausdrücken und verarbeiten können. „Kindertränen“ ist eines der wenigen Projekte dieser Art in Nordrhein-Westfalen.
„Oft sind die Familienangehörigen so sehr mit der Bewältigung der eigenen Trauer beschäftigt, dass ihnen die Kraft fehlt, die Kinder in ihrer Trauer zu begleiten“, sagt Pfarrerin Ruth Hansen, die die Kindertrauergruppe gemeinsam mit der Sozialpädagogin Stefanie Hinterberg leitet. Kindertränen ist ein Ort, an dem Kinder zwischen 8 und 12 Jahren in ihrer Trauer verstanden und angenommen werden. Das Bedürfnis ist groß, sagt Stefanie Hinterberg: „Kinder bewältigen Verluste vollkommen anders als Erwachsene. Manche werden sehr streitsüchtig, andere kichern und lachen in sehr ernsten Situationen.“
Vor allem für ältere Kinder kann es dann hilfreich sein, wenn sie außerhalb des familiären Rahmens einen Ort haben, an dem sie ihre Trauer ausdrücken können. Durch den Kontakt zu Gleichaltrigen, die ähnliche Verluste erlitten haben, erfahren die Kinder Gemeinschaft und können sich intensiver mit dem Erlebten auseinandersetzen.
Im Spiel, durch kreatives Arbeiten, Geschichten erzählen oder Musizieren wird der Prozess der Trauerbewältigung gefördert und unterstützt. Alle 14 Tage dienstags von 16.00 bis 17:30 Uhr sollen nun ab 18. November 2008 die Treffen in den Räumen der Psychologischen Beratungsstelle (Große Marktstraße 2) stattfinden. Längerfristig ist auch eine Gruppe für trauernde Jugendliche angedacht. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich jederzeit bei der Diakonie unter Tel. (02304)-939370 zu informieren.













