(openPR) Mozarts Requiem mit Chor, namhaften Solisten und großem Orchester in der Lutherkirche
Klassische Musik erfährt in den letzten Jahren immer mehr Zuspruch. Da schafft es die alljährlich stattfindende Night of the Proms, Rockstars und klassische Orchester auf der Bühne zu vereinen. Da verhelfen Werbespots klassischen Stücken, wie gerade erst mit Nessun Dorma geschehen, zu einem Platz in den Charts. Nicht länger besucht nur eine kulturell interessierte Elite die Konzerthäuser. Auch die breite Masse hat endlich die Qualität und zeitlose Schönheit der Werke bedeutender Komponisten vergangener Jahrhunderte für sich entdeckt.
Ein echter Superstar zu seiner Zeit war Wolfgang Amadeus Mozart. Wunderkind, Rebell und kreatives Genie gleichermaßen, ranken sich um sein bewegtes Leben Geschichten, die sogar ausreichend Stoff für Kinofilme lieferten.
Eines der populärsten Werke dieses Ausnahmekünstlers ist das Requiem. Seine Entstehungsgeschichte ist ebenso dramatisch wie sein Inhalt. So wurde es nach dem Tod einer jungen Adeligen über einen Mittelsmann als Totenmesse in Auftrag gegeben, denn der Witwer war dafür bekannt, dass er fremde Werke als eigene ausgab. Mozart, mit der Arbeit an Opern, unter anderem der Zauberflöte, beschäftigt, konnte erst Wochen später mit der Arbeit beginnen. Vollkommen überlastet und entkräftet starb er, noch bevor das Requiem vollendet war. Auf dem Sterbebett diktierte er seinem Schüler Süßmayr einzelne, noch fehlende Motive, die dieser dann ausarbeiten sollte - möglicherweise ahnte Mozart da bereits, dass er nicht mehr lange zu leben hatte und schrieb mit dem Requiem nicht nur eine Auftragsarbeit, sondern ganz bewusst seine eigene Totenmesse.
Seither gehört das Requiem, dessen Inhalt sich an die katholische Beerdigungsliturgie anlehnt, zu den bedeutendsten klassischen Werken aller Zeiten und kommt bei Staatsbegräbnissen ebenso zur Aufführung wie in Hollywoodfilmen. Anlässlich des Ewigkeitssonntags, an dem evangelische Christen der Verstorbenen gedenken und dem andere Gedenktage ähnlichen Inhalts wie Allerheiligen oder der Volkstrauertag vorausgehen, führt die Altenaer Lutherkantorei unter der Leitung von Johannes Köstlin das Requiem in Altena auf. Schauplatz ist die im letzten Jahr aufwändig restaurierte Lutherkirche, deren Ursprung bereits im 13. Jahrhundert liegt. Sie erstrahlt nun wieder in barocker Schönheit, die den passenden optischen Rahmen und die ideale Akustik für große Konzerte wie dieses liefert.
Die Solopartien werden von nahmhaften Solisten gesungen - unter anderem von Dorothea Craxton, Gründerin des Vokalensembles des Leipziger Gewandhauses und gerade von einer Konzertreise durch Finnland zurückgekehrt. Als Orchester konnte Johannes Köstlin wieder einmal die „musica da camera“ verpflichten - eine Gruppe von 20 professionellen Musikern , die überwiegend in Symphonieorchestern an Rhein und Ruhr tätig sind und sich eigens für dieses Konzert in dieser Formation zusammen finden.
Doch nicht nur das Requiem wird am 23. November um 17 Uhr in der Lutherkirche zu hören sein. Auch die G-Dur Messe von Franz Schubert kommt dann zur Aufführung und auch sie bildet auf liturgischen Texten basierend einen Gottesdienst ab. Besonders spannend ist der Kontrast zwischen der sehr klaren, schmeichelnd-sanften Musik Schuberts zu einem normalen Gottesdienst und der sehr kraftvoll-ergreifenden, oft hochemotionalen Musik Mozarts, die das Flehen um ewige Ruhe und die Angst vor Gott als Richter, der die irdischen Taten sühnt, wiederspiegelt.
Wer sich diesen musikalischen Genuss auf höchstem Niveau nicht entgehen lassen möchte, kann ab noch bis Samstag im Vorverkauf Eintrittskarten zum Preis von 14 € (11 € ermäßigt) bei der Buchhandlung Katerlöh in Altena erwerben. Ein Teilkontingent wird auch an der Abendkasse erhältlich sein.











