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Essstörungen – Hunger nach Liebe

17.11.200811:47 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Essstörungen – Hunger nach Liebe
Jessica Hund
Jessica Hund

(openPR) Schmelz-Hüttersdorf. Essstörungen sind zu einem wichtigen Thema in unserer Gesellschaft geworden. Nicht nur, dass viele Menschen unter Esssucht und daraus hervorgehendem Übergewicht leiden – auch Magersucht und Bulimie (Ess-Brech-Sucht) nehmen vor allem bei Mädchen und jungen Frauen drastisch zu.



Sylvia Poth sagt: „Wir wollen über das Thema Essstörungen aus unserer Sicht schreiben und unsere eigenen Erfahrungen mit essgestörten Klienten zur Grundlage nehmen.
Uns ist klar geworden, dass alle Essstörungen – so verschieden ihr Bild auch sein mag - im Grunde ein Hunger nach Liebe sind.

So ist für Esssüchtige das Essen zu einer Art Liebesersatz geworden. Die fehlende Liebe kompensieren sie durch übermäßiges Essen - meist Süßigkeiten. Oft leiden diese Menschen an einer inneren Leere und versuchen diese durch Essen zu füllen, was natürlich niemals gelingen kann. Beim Essen erleben die Betroffenen kurz ein Gefühl von Befriedigung, denn niemals kann Essen fehlende Liebe ersetzen. Schon bald jedoch weicht dieses gute Gefühl erneut der inneren Leere und oft kommen heftige Schuld- oder Schamgefühle hinzu. Nicht nur, dass die Betroffenen seelisch und auch körperlich unter ihren Essattacken und dem oft starken Übergewicht leiden – auch in der Gesellschaft haben sie es sehr schwer, da sie oft als faul und undiszipliniert beschimpft und verspottet werden.“

Jessica Hund weiter: „Auch Magersüchtige schreien im Grunde nach Liebe und Anerkennung. Die Betroffenen hungern trotz meist starkem Untergewicht immer weiter und empfinden sich auf Grund ihrer verzerrten Körperwahrnehmung selbst dann noch als zu dick, wenn sie schon bis zum Skelett abgemagert sind und in manchen Fällen können die Betroffenen ihre Sucht sogar mit dem Leben bezahlen!
Für Außenstehende ist dies sehr schwer nachvollziehbar.
Oft stammen Magersüchtige aus Familien, in denen Disziplin, Leistungsdruck und Kontrolle eine große Rolle spielen. Nicht zuletzt geprägt durch das gesellschaftliche Schlankheitsideal glauben viele Betroffene nur dann Liebe und Anerkennung zu bekommen, wenn sie dünn und in ihren Augen *perfekt* sind.
Meist sind Magersüchtige nicht in der Lage, Liebe anzunehmen – genauso wie sie es nicht ertragen können, Nahrung zu sich zu nehmen. Es kann gut möglich sein, dass die Betroffenen in der Kindheit von ihren Eltern das Gefühl vermittelt bekamen, sie hätten die Liebe ihrer Eltern nicht verdient oder aber die elterliche Liebe war an hohe Anforderungen geknüpft.“

Sylvia Poth führt an: „Bulimie, also Ess-Brech-Sucht, könnte man als eine Art Zwischenstufe von Esssucht und Magersucht bezeichnen. Die Betroffenen leiden an Essanfällen, bei denen sie oft unkontrolliert riesige Mengen Nahrungsmittel verschlingen, um diese anschließend wieder durch selbst herbeigeführtes Erbrechen oder durch die Einnahme von Abführmitteln loszuwerden. Denn auch bei diesem Krankheitsbild haben die Betroffenen große Angst vor dem Dicksein.
Durch die Ess-Brech-Attacken versuchen sie, innere Spannungen oder innere Leere zu betäuben.
Genau wie Esssüchtige leiden Bulimiekranke unbewusst an Hunger nach Liebe, weshalb sie zur Kompensation Unmengen an Nahrungsmitteln zu sich nehmen. Anders als Esssüchtige erbrechen sie diese Nahrungsmittel jedoch wieder, da sie von heftigen Schuldgefühlen geplagt werden und da sie genau wie Magersüchtige glauben, keine Liebe verdient zu haben und diese auch nicht annehmen können.

Jessica Hund sagt: „Essstörungen sind sehr ernst zu nehmen, da sie mitunter sogar bis in den Tod führen können. Daher ist es unbedingt notwendig, dass sich die Betroffenen einen guten und fachkundigen Therapeuten suchen oder sich unter Umständen in einer speziellen Klinik behandeln lassen.
Das Schwierige und Tückische an Essstörungen ist, dass vor allem Magersüchtige oder auch Bulimiekranke oftmals keinerlei Krankheitseinsicht haben und lieber bereit sind sich zu Tode zu hungern als zuzunehmen. Manche Betroffenen müssen daher sogar zwangsernährt werden.

Wir als Lebensberaterinnen können keine Therapie ersetzen, genauso wenig wie dies gute Freunde oder Angehörige können. Aber dennoch ist es für die Betroffenen von so unglaublich großer Wichtigkeit, dass sie Menschen haben, die sie lieben und so annehmen, wie sie sind. Dieser Rückhalt kann die Betroffenen sehr stärken und ihnen im Kampf gegen ihre Essstörung viel Kraft geben. Denn es ist wie bei jeder Sucht nicht leicht, das Suchtverhalten zu durchbrechen und sich seinen Ängsten und Gefühlen zu stellen.
Das Wichtigste ist der Wille, gesund werden zu wollen. Und das Beispiel vieler Menschen, die ihre Essstörung überwunden haben, kann den Betroffenen Mut machen.“

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