(openPR) Das 3-Sterne-Superior-Hotel und Tagungszentrum in der Mitte Berlins bietet ab dem Sommer 2008 einen besonderen Service. Jeder Gast erhält auf Wunsch den CO2-Fußabdruck seines Hotelaufenthalts und kann diesen freiwillig kompensieren und somit klimaneutral übernachten. Das gleiche Prinzip ist auch auf Tagungen und Konferenzen im Hause anwendbar. Als erstes Hotel der Hauptstadt soll das Modell klimabewusste Geschäfts- und Tagungskunden ansprechen und ein Vorbild für die Tagungs- und Tourismusdestination Berlin sein. Das Projekt wurde vom Münchener Beratungsunternehmen ClimatePartner begleitet, welches neben Hotels auch Eventorte und Cateringunternehmen berät.
Berlin ist eine weltweit aufstrebende Event- und Tourismusdestination. Täglich finden hier über 1.000 Veranstaltungen statt und im vergangenen Jahr wurde ein Re-kord von 17 Millionen Übernachtungen verbucht. Die Klimabelastung durch den Geschäfts- und Individualtourismus erfährt bei diesen Zahlen eine herausragende Bedeutung.
„Unser Haus möchte mit diesem Angebot ein klares Zeichen für den freiwilligen Klimaschutz und die Bewusstseinsbildung setzen“ erklärt Hoteldirektorin Stefanie Jüngerkes. Erreicht wird diese Transparenz durch einen Klimarechner an der Rezeption, mit dem die Gäste die Emissionen ihrer Anreise und Übernachtung berechnen können. Insgesamt zeichnet die An- und Abreise der Gäste zu zwei Dritteln und die Beherbergung zu einem Drittel der Gesamtemissionen verantwortlich.
Durch intelligente Kombinationen können Gast und Hotel gemeinsam etwas gegen die Klimaerwärmung tun: der Hotelgast kann zum Beispiel seine Emissionen durch die Art der Anreise positiv beeinflussen und das Hotel kann die Übernachtungsemissionen durch technische und organisatorische Maßnahmen senken. So entsteht ein glaubhaftes und nachhaltiges Klimaschutzengagement.
Die reine Kompensation gerät zunehmend ins Kreuzfeuer kritischer Stimmen: „Wer nur auf Klimaneutralität setzt, ohne die betrieblichen Prozesse oder das Anreiseverhalten zu optimieren, muss sich den Vorwurf des Ablasshandels gefallen lassen“ gibt Kai Gildhorn, Projektleiter von ClimatePartner Deutschland zu bedenken. Deshalb sollten der Klimaneutralität immer glaubhafte Reduktionsmaßnahmen voran gestellt werden.
Die Klimaneutralität selbst wir durch den Ankauf und die Stilllegung von Emissionsminderungszertifikaten aus geprüften und anerkannten Klimaschutzprojekten sichergestellt.













