(openPR) Das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt (TMLNU) hat sich bei der Entwicklung einer Anwendung zur Antragstellung von EU-Agrarflächenförderungen für den Einsatz von GDV-MapBuilder entschieden.
Die Entwicklung der Anwendung läuft bereits auf Hochtouren und wird das bisherige, auf einer reinen Viewer-Lösung basierende, System ablösen. Bereits zur Antragskampagne 2009 werden die Thüringer Landwirte Ihre Anträge zur Flächenförderung mit einer modernen und einfach zu bedienenden GIS-Fachanwendung auf Basis von Katasterdaten und Luftbildern bequem am heimischen PC erstellen können.
Die Erfahrung in anderen Bundesländern zeigt eine unerwartet hohe Akzeptanz bei den Anwendern. Die liegt sicherlich in erster Linie im deutlich geringeren Aufwand gegenüber den früheren Analog-Verfahren mit Papier-Formularen begründet. Die Anwendung wird inklusive der Geobasisdaten (Luftbilder und Flurgrenzen) auf CD zur Verfügung gestellt. Eine Online-Komponente ist konzeptionell vorbereitet. Durch die starke Vereinfachung bei der verwaltungsinternen Bearbeitung, der nun digital übermittelten Antragsdaten, kommt es auch dort zu deutlichen Einspareffekten. Basierend auf derselben Technologie wurde im TMLNU bereits 2007 die Web-Digitalisier- und Visualisierungskomponente für das PAULA-Projekt entwickelt (Plattform für Förder-Anwendungen in den Bereichen Umwelt und Landwirtschaft).
GDV-MapBuilder ist bereits in Hessen, dem Saarland und Niedersachsen (inklusive Bremen) die technologische Basis für die GIS-/Mapping-Anwendungen im InVeKoS-Agrar-Umfeld. Neben den Anwendungen für die Antragstellung gehört hierzu zum Beispiel auch Software zur Vorort-Kontrolle oder zur Verwaltung des zentralen Referenzsystems (Feldblock- oder Schlagkataster). Hierbei kommen unterschiedliche, frei kombinierbare Schnittstellen zu Datenquellen und Diensten zum Einsatz (XML, WMS, Informix, Postgres, Oracle, ArcGIS Server etc.). Bei allen Anwendungen handelt es sich um reine JAVA-Entwicklungen, die damit auch direkt Linux-tauglich sind. Zudem sind auf GDV-MapBuilder basierende Anwendungen auf Terminalservern (WTS/CITRIX) einsetzbar.
Die Einführung von GIS-Anwendungen zur digitalen Antragstellung von Fördermitteln bietet nicht nur ein enormes Einsparungspotenzial beim notwendigen Arbeitsaufwand. Ganz nebenbei ergibt sich auch ein nennenswerter, positiver Effekt für die Umwelt: In Hessen, wo das Verfahren seit 2005 etabliert ist, werden im Vergleich zum früheren Verfahren inzwischen jährlich etwa 3 Tonnen Papier eingespart!
Weitere Informationen zu GDV-MapBuilder finden sich unter der Rubrik "Produkte & Downloads" auf www.gdv.com. Ein Anwenderbericht zum hessischen FIS-InVeKoS-GIS kann bei der GDV kostenfrei angefordert werden.












