(openPR) Zum Abschluss der Klimakonferenz in Neu-Delhi erklärt der SPD-Bundestagsabgeordnete Ulrich Kelber:
Die achte Vertragsstaatenkonferenz zur Klimarahmenkonvention in Neu-Delhi hat einmal mehr gezeigt, dass die Festlegung in der Koalitionsvereinbarung zu einer weiteren Reduzierung der Treibhausgase notwendig ist: Wir wollen vorschlagen, dass die EU sich im Rahmen der internationalen Klimaschutzverhandlungen fuer die zweite Verpflichtungsperiode des Kioto-Protokolls bereit erklaert, ihre Treibhausgase bis zum Jahr 2020 um 30 Prozent (gegenueber dem Basisjahr 1990) zu reduzieren. Deutschland wird dann einen Beitrag von minus 40 Prozent anstreben.
Da die Industrienationen zur Zeit immer noch rund 80 Prozent der Treibhausgase produzieren, faellt ihnen bei der angestrebten Reduzierung nicht nur der Loewenanteil zu. Sie muessen in erster Linie auch Vorbild sein, um den Schwellen- und Entwicklungslaendern zu zeigen, dass wirtschaftliche Entwicklung und Klimaschutz kein Gegensatz sein muessen.
Deutschland hat von den zugesagten 21 Prozent Emissionsreduktionen bis 2012 bereits weit ueber 18 Prozent erreicht. Durch eine Festlegung auf noch ehrgeizigere Reduktionswerte forcieren wir die Entwicklung neuer Technologien, die mit immer weniger oder moeglichst ganz ohne die Verbrennung fossiler Energietraeger auskommen. Die Entwicklung solcher Technologien, moeglichst gemeinsam mit und in den Schwellen- und Entwicklungslaendern produziert, kann deren Wirtschaft ankurbeln, und schont die knappen Weltreserven an fossilen Brennstoffen und traegt zu einer zukunftsfaehigen Entwicklung bei.
Die erneut aufkeimende Diskussion bestimmter Interessengruppen, man solle lieber eine Anpassung an den Klimawandel finanzieren statt eine Verhinderung des Klimawandels geht in die falsche Richtung. Die oekonomischen Schaeden von Naturkatastrophen haben sich auch in den Industrienationen im Vergleich zu frueheren Jahrzehnten schon vervielfacht, spaetestens die Hochwasser katastrophen im Sommer hat dies in Deutschland und auch in Europa noch einmal deutlich gezeigt. Oder um es deutlich zu sagen: den Menschen in Laendern, die nur knapp ueber dem Meeresspiegel liegen, bringt es wenig, wenn wir ihnen zeigen wie man Boote baut, damit sie in den steigenden Meeresfluten nicht ertrinken. Das koennen sie heute schon.









