(openPR) Bestimmt wurde die letzte Woche von Nachrichten über den schlechten Zustand der Weltwirtschaft und über negative Wachstumsaussichten.
Nach der - noch nicht überstandenen - Finanzkrise und auch zumindest teilweise aufgrund der Finanzkrise kommt nun weiteres Ungemach auf uns zu. Wie an dieser Stelle bereits einige Male erwähnt, müssen wir uns auf einige Quartale mit geringerem globalen Wachstum einstellen.
In fast allen Ländern, egal ob Industrie-, Schwellen- oder sog. Entwicklungsländer werden die Wachstumsraten nach unten korrigiert. Die Mär vom sog. „decoupling“ - dem wirtschaftlichen „Entkoppeln“ von der Abhängigkeit der USA scheint vom Tisch. Das weltweite Wachstum in 2007 betrug (nach Angaben des IMF, International Monetary Funds) 3,7%, die momentane Vorhersage für 2008 beläuft sich auf 2,7%, und für 2009 sind gerade einmal noch 1,9% prognostiziert.
Was erschreckend klingt hat einen großen Vorteil: der schon deutlich zu sehende Rückgang von Rohstoffpreisen und damit ein Schwinden der Inflation. Besonders erwähnenswert ist der Ölpreis. Bei dem Treffen der erdölexportierenden Länder (OPEC) in der vergangene Woche wurde eine Kürzung der Fördermenge von 1,5 Mio. Barrel pro Tag beschlossen. Was machte der Ölpreis? Er fiel weiter.
Ein weiterer Indikator ist der Preis für Kupfer, auch dieser hat sich in den vergangenen 16 Wochen mehr als halbiert. Kupfer ist das wichtigste Industriemetall.
Ebenfalls im Abwärtstrend befindet sich der Baltic Dry Exchange Index, der ein Index für das weltweite Verschiffen von Frachtgütern auf Standardrouten ist - und somit ein Indikator für das weltweite Wachstum.
Ein Beispiel für den Durchschlag auf die Realwirtschaft ist die Ankündigung von Daimler die Weihnachtspause zu verlängern und somit 5 Wochen lang keine Autos zu produzieren. Nach Gewinneinbruch und Absatzrückgang im abgelaufenen Quartal scheint dies in der Automobilbranche gang und gäbe - so reduzierten auch BMW und VW den Einsatz von Leiharbeitern stark.
Ebenfalls im Blickpunkt der Öffentlichkeit standen die Maßnahmen der Politik zur Abwendung einer Verschlimmerung der Finanzkrise. Eine konkreter und wichtiger Termin wird hier der 15. November 2008 sein. Dies wird die Auftaktveranstaltung des Treffens der G20 Staaten in Washington sein.
Ziel dieser Treffen wird sein, eine Neuordnung oder Erschaffung einer weltweit gültigen Finanzmarktordnung. Ob dies jedoch gelingt, bleibt einmal dahin gestellt.
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