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Hypochonder – gefangen im negativen Denken

27.10.200809:34 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Hypochonder – gefangen im negativen Denken
Sylvia Poth
Sylvia Poth

(openPR) Die Meisten von uns haben sich schon einmal Sorgen um ihre Gesundheit gemacht oder hinter harmlosen Symptomen eine schlimme Krankheit befürchtet. Doch deswegen ist man noch lange kein Hypochonder. Bei einem Hypochonder beherrschen diese Befürchtungen sein Leben. Er ist ständig in Alarmbereitschaft und damit beschäftigt, seine körperlichen Empfindungen akribisch zu beobachten und vermutet schon hinter leichten Missempfindungen die Symptome schlimmer Krankheiten.



Jessica Hund sagt: „In unserer Gesellschaft wird Hypochondern oft kein Verständnis entgegengebracht. Oft werden sie nicht ernst genommen, verspottet und als *eingebildete Kranke* tituliert.
Aber Hypochondrie ist ein ernst zu nehmendes psychisches Leiden und viel mehr als nur die Einbildung von Krankheiten. Oft steigern sich die Betroffenen so sehr in eine bestimmte Krankheit hinein, dass sie - obwohl ihr Körper völlig gesund ist – die Symptome dieser Krankheit bei sich wahrnehmen.
Wenn ihnen z.B. jemand von einem Herzinfarkt erzählt, kommt es oft vor, dass sie kurze Zeit später Schmerz- und Engegefühl im Brustbereich an sich wahrnehmen – so sehr steigern sie sich in diese Erkrankung hinein.“

Sylvia Poth führt weiter: „Beim Hypochonder kann man sehr deutlich sehen, welch einen starken Einfluss das Unterbewusstsein auf uns Menschen haben kann: Es kann nicht nur so weit gehen, dass sich bestimmte Symptome in der körperlichen Wahrnehmung manifestieren, sondern bei starkem negativem Denken kann man sich in der Tat krank denken!
So wie man durch positives Denken und den Glauben an Gesundung auch schwerste Krankheiten überwinden kann, so kann man im Negativen auch das Gegenteil bewirken. Denn was wir denken, und woran wir fest glauben, das setzt unser Unterbewusstsein automatisch um. Es kann dabei nicht unterscheiden, welche Gedanken gut für uns sind und welche uns schaden.
Das Fatale hierbei ist, dass Hypochonder gerade durch ihr ständiges negatives Denken das heraufbeschwören, was sie mit aller Macht verhindern wollen.

Menschen, die an Hypochondrie leiden, sind innerlich blockiert – oft ein ganzes Leben lang. Die Angst vor Krankheiten und Infektionen beherrscht ihr Leben so stark, dass sie sich sehr einschränken und auf viele Dinge verzichten. Aus Angst vor Ansteckung fürchten manche Hypochonder sogar, unter Menschen zu gehen. In ständiger Angst und Sorge zu leben ist sehr kraftraubend und zermürbend. Für Außenstehende ist dies oft schwer zu verstehen.“

Jessica Hund meint: „Allerdings wird man es kaum schaffen, dem Hypochonder allein durch gutes Zureden oder durch logische Argumente seine Angst zu nehmen. Man kann einem Menschen nicht sein verloren gegangenes Vertrauen zurückgeben. Jedoch hilft es den Betroffenen oft sehr, wenn man verständnisvoll und einfühlsam mit ihnen umgeht und einfach für sie da ist.“

Sylvia Poth sagt: „Oft dauert es eine geraume Zeit, bis ein Hypochonder von den Ärzten als solcher erkannt wird. Dies liegt daran, dass die Ärzte immer mehr Patienten zu versorgen haben und immer weniger Zeit für begleitende Gespräche bleibt. Untersuchungen finden oft nur noch im Akkord statt und meist wird die psychische Ebene völlig außer Acht gelassen.
So haben Hypochonder oft zahlreiche Arztbesuche oder auch ein regelrechtes Ärzte-Hopping hinter sich, bis ihr Leiden erkannt wird.

Jessica Hund wirft ein: „An diesem Beispiel sieht man, wie wichtig es ist, die in der Schuldmedizin einseitige körperliche Ausrichtung zu überdenken und die psychische Dimension stärker zu berücksichtigen. Dann könnten auch Hypochonder frühzeitig erkannt werden und eine auf sie abgestimmte Therapie erhalten.
Es ist zwar nicht einfach, von der Hypochondrie geheilt zu werden, aber es gibt mittlerweile sehr gute und erfolgreiche Therapieansätze. Und wenn man wirklich den Willen dazu hat und die nötige Kooperationsbereitschaft mit dem Therapeuten mitbringt, kann man es schaffen, wieder ein vertrauensvolles Verhältnis zu sich und seinem Körper aufzubauen und die Hypochondrie zu überwinden.“

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