(openPR) Hat mein Kunde eine ausreichende Bonität? Viele Unternehmen beantworten sich heute diese Frage mit einem IT-gestütztem Risiko- oder Debitorenmanagement. In automatisierten Prozessen werden Auskünfte oder Informationen eingeholt und diese über Ratings bewertet. Anhand dieser automatisch generierten Ratingergebnisse werden die Solvenz von Kunden und Geschäftspartner beurteilt und entsprechende Entscheidungen über den Fortgang der Zusammenarbeit gefällt. Dabei wird jedoch oft vergessen, dass die Qualität der verwendeten Bewertungssysteme regelmäßig dahingehend überprüft werden muss, ob sie auch noch bei veränderten Rahmenbedingungen, wie z. B. veränderter Geschäftspolitik oder verändertem Kundenbestand oder auch konjunkturellen Veränderungen, in der Lage sind, zukünftige Debitorenausfälle vorab zu prognostizieren.
„Viel zu oft werden IT-gestützte Bewertungssysteme einfach installiert und nie wieder hinsichtlich Plausibilität und Trennschärfe überprüft. Dabei sind effiziente Pro-zesse im Debitorenmanagement der Schlüssel zum Erfolg jedes Unternehmens und regelmäßige Validierungen können bares Geld sparen“, so Martina Städtler-Schumann, Geschäftsführerin der Prof. Schumann GmbH.
Einen guten Ansatzpunkt bietet dabei eine Analyse der Ratingverteilung. Hierbei sollte eine ausgewogene Aufteilung der Debitoren auf die Ratingklassen vorhanden sein. Durch die Einbeziehung von Debitorenausfällen lässt sich die Trennschärfe beurteilen. Hierzu müssen die Ausfalldaten über einen längeren Zeitraum dokumentiert werden. Bei unplausiblen Validierungsergebnissen, schlechten Trennschärfewerten oder großen Unterschieden bei den prognostizierten im Vergleich zu den tatsächlichen Ausfällen empfiehlt es sich, die Bewertungssysteme zu überarbeiten.






