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Nuklearmedizin 2009 und die Zukunft der Versorgung mit Radionukliden

20.10.200818:31 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Im Rahmen der 37. Jahrestagung des Berufsverbandes Deutscher Nuklearmediziner (BDN) trafen sich am 18. Oktober 2008 in München Vertreter aus Wissenschaft, Forschung, Praxis und Industrie zu einer Podiumsdiskussion, um eine tragfähige Lösung zur langfristigen Sicherstellung der Versorgung mit Radionukliden in Forschung und Patientenversorgung zu entwickeln.



Der aktuelle Versorgungsengpass bezieht sich vorwiegend auf das Radionuklid 99mTechnetium als Tochternuklid von 99Molybdän, das im Kernreaktor als Folge der Kernspaltung von Uran235 entsteht. Diese Produktion findet ausnahmslos in Forschungsreaktoren statt, welche für die Materialforschung benötigt werden und für die Gewinnung von Strom und Wärme nicht geeignet sind. Für die weltweite Versorgung stehen lediglich fünf Forschungsreaktoren zur Verfügung, die in ausreichender radiochemischer Qualität Radionuklide für die medizinische Anwendung herstellen. Wenngleich Deutschland der größte Verbraucher an 99Mo in Europa ist, erfolgt derzeit ein eigener Produktionsbeitrag nicht.

Zur langfristigen Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung ist aber ein Ausbau der europäischen Produktionskapazität und –zuverlässigkeit erforderlich. Die Stärkung des europäischen Versorgungsnetzes ist vor allem auch zur Deckung des zunehmenden Bedarfs von Ländern wichtig, die erst jetzt eine breitere Versorgung mit
nuklearmedizinischer Diagnostik und Therapie anstreben. Es ist davon auszugehen, dass sich die notwendigen Planungs- und Aufrüstungsmaßnahmen für vorhandene Forschungsreaktoren über einen längeren Zeitraum von 4-5 Jahren erstrecken werden. Ein kompletter Neubau wäre erst nach 10 bis 15 Jahren betriebsbereit. Frankreich hat bereits mit der beschleunigten Fertigstellung eines neuen Forschungsreaktors reagiert. Ein deutscher Beitrag ist aus Sicht der Nuklearmediziner sehr wünschenswert. „Deutschland ist als hoch entwickelter Standort von Industrie und Forschung in besonderer Weise zu einer deutlichen Beteiligung an der Lösung eines europaweiten Problems verpflichtet“, unterstreicht Prof. Dr. Jörg Mahlstedt die Forderung seines Berufsverbandes.

Insgesamt machte die Diskussion deutlich, dass aufgrund der benötigten Zeitspanne für die erforderlichen Maßnahmen und aufgrund des hohen Alters der derzeitigen 99Molybdän-produzierenden Reaktoren umgehend ein mittelfristiges Konzept entwickelt werden muss, und zwar als Kooperation von öffentlicher Hand und Industrie. Die zuständigen Ministerien scheinen diese Einschätzung zu teilen.

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