(openPR) Jeder zweite Vermögende in Deutschland hält Kauf gestohlener Daten durch den Bundesnachrichtendienst für korrekt / Involvierte Banken erleiden bei jedem dritten Gutverdiener hohe Ansehensverluste / Aktuelle Studie des Instituts für Markencontrolling BrandControl
Finanzminister Peer Steinbrück mag es freuen: 51 Prozent der Vermögenden in Deutschland heißt sein Vorgehen gegen Steuersünder gut. Dies ergab jetzt die Studie „German Wealth Monitor“ des Instituts für Markencontrolling BrandControl. Auf die Frage, ob sie es für richtig hielten, dass der deutsche Staat einem ehemaligen Bankmitarbeiter gestohlene Daten abkaufe, wählte jeder zweite Befragte die Antwortvorgabe „Das war korrekt, der Zweck heiligt die Mittel.“ Das Frankfurter Institut für Markencontrolling befragt zweimal jährlich 1.000 Personen der oberen drei Prozent der Einkommenspyramide, die über mindestens 100.000 Euro Jahreseinkommen verfügen und damit zur Zielgruppe des Private Banking und Wealth Management zählen.
49 Prozent hingegen lehnen die Vorgehensweise ab: „Das war nicht korrekt, auch ein Staat darf keine gestohlenen Adressen erwerben“, sagen sie. „Jedoch wissen wir aus Kommentaren der Befragten, dass auch die Ablehner den Kurs von Minister Steinbrück, Steuerhinterzieher zur Rechenschaft zu ziehen, für richtig halten,“ fügt Institutsleiter Dr. Harald Jossé hinzu, „allerdings stellen diese Menschen die Prinzipien des Rechtsstaats über die so möglich gewordene Strafverfolgung.“ Der Datenkauf hatte bekanntlich eine heftige öffentliche Debatte nach sich gezogen. Dabei ging es um die Frage, ob ein Staat etwas straffrei tun dürfe, was bei jedem Privatmensch zur Strafanzeige führen würde – nämlich Hehlerware zu erwerben.
Auf die Zusatzfrage, „Haben die Vorkommnisse Ihre Einstellung zu den in diesem Zusammenhang genannten Banken verändert?“, sagen mehr als ein Drittel der Befragten, ihre Einstellung zu diesen Banken sei negativer geworden. Lediglich ein Prozent gibt an, sie stünden den Banken positiver gegenüber.
„Steinbrücks kühl kalkulierter Schachzug hat hervorragend gewirkt“, kommentiert Jossé, „die beteiligten Banken sind bei einem bedeutenden Teil der vermögenden Deutschen hochgradig diskreditiert.“ Die Befunde zeigten zudem, wie hoch die Gesetzes- und Steuertreue bei der Masse der gutverdienenden Bevölkerung ausgeprägt sei. Denn grundsätzlich steht laut Studie eine klare Mehrheit hinter Steinbrücks Kurs, Steuerhinterzieher zu bekämpfen. „Dies ist auch ein Schlag ins Gesicht des Demagogen Lafontaine. Die Zahlen beweisen, dass seine Hetzkampagne und Enteignungsforderungen gegen „die Reichen“ ohne faktische Basis und reiner Populismus ist, der sich an die niedrigsten Schmarotzerinstinkte wendet“, sagt Jossé.
Das Frankfurter Institut für Markencontrolling BrandControl befragt seit August 2006 zweimal jährlich 1.000 Personen der oberen drei Prozent der Einkommenspyramide, die über mindestens 100.000 Euro Jahreseinkommen verfügen und damit zur Zielgruppe des Private Banking und Wealth Management zählen. Neben der Struktur sowie dem Medien- und Informationsverhalten dieser Personen werden vor allem die Einstellungen zu den Banken, deren Reputation und das Vertrauen der Anleger in die verschiedenen Institute hinterfragt.









