(openPR) Sauerlach, 20.10.2008: Der CIO Award 2008 wurde gleich für zwei erfolgreiche Projekte am 9. Oktober 2008 auf der Expertonale 2008 verliehen. Die AWD GmbH, Allgemeiner Wirtschaftdienst Gesellschaft für Wirtschaftsberatung und Finanzbetreuung mbH, erhielt die Auszeichnung für ein gelungenes Integrationsprojekt. Für die Einführung eines Identity & Access Management-Systems (SSO, Provisioning, Federated Identity) wurde die SBB Schweizerische Bundesbahnen AG in der Kategorie Innovation gewürdigt. Eine hochkarätige, neunköpfige Jury hat aus zahlreichen Bewerbungen die besten Projekte für die gemeinsam von der Experton Group und der Zeitschrift it management ausgeschriebenen Awards ausgewählt.
Eingebettet in aufschlussreiche Vorträge von den Analysten der Experton Group erfolgte die Vergabe der Awards. In diesem Jahr konnten it management-Herausgeber Ulrich Parthier und Jürgen Brettel, Vorstand der Experton Group, die Preise wie folgt verleihen:
In der Kategorie Business Integration die AWD GmbH - Allgemeiner Wirtschaftdienst Gesellschaft für Wirtschaftsberatung und Finanzbetreuung mbH.
CIO: Hans-Holger Jörgens, Direktor IT-Produkte, Programme, Prozesse.
In der Kategorie Innovation SBB - Schweizerische Bundesbahnen AG.
Projektverantwortung: Marcus Griesser, Chief Information Security Officer, Leiter ICT Security & Risk Management. Projektleitung: Daniel Berger, SBB Informatik
Sieger Kategorie Innovation: AWD GmbH
Die AWD ist ein in zehn Ländern operierendes Finanzdienstleistungsunternehmen, das bereits seit 20 Jahren am Markt tätig ist. Seit einiger Zeit wächst das Bestreben zu einer gruppenweiten Standardisierung des Kernprozesses Mandantenberatung. Historisch bedingt besteht ein Standardisierungshindernis in den jeweils eigenständigen Vertriebslogistiken und IT-Systeminfrastrukturen der einzelnen Gesellschaften. Durch die besonderen Herausforderungen der Jahre 2007/2008 (EU-Vermittlerrichtlinie, MiFID, VersicherungsVertragsGesetz) entstand zusätzlicher Handlungsdruck, der ein „window of opportunity“ für weitreichende Standardisierungsschritte öffnete. Die Vereinheitlichung der IT bildete den zentralen Hebel.
Best Practice Highlights
AWD setzt seit langem auf ein IT-Produktmanagement, das mit IT-Coaching, Nutzenargumentation und passendem Produktdesign den Einsatz von Softwareprodukten im Vertrieb mit einer hohen Akzeptanz sicherstellt. Folgende Maßnahmen wurden in diesem Projekt realisiert:
* Einbinden der Vertriebsmitarbeiter in alle Entscheidungsprozesse,
* Test und Pilotierung (mehrstufig) der neuen Produkte im Horbach-Vertrieb mit zentraler,
* standardisierter Qualitätssicherung,
* Steuerung des Projektes durch etablierte, unternehmensübergreifende Lenkungskreise mit Einbindung von Vorstand und Geschäftsführung.
Der gemeinsame Beratungsprozess sichert Beratungsqualität und Image am Markt. Beide Vertriebsorganisationen verfügen dauerhaft zeitgleich über die volle Palette der Unterstützungsfunktionen. Synergieeffekte und somit Kosteneinsparungen von erwartet 15 Prozent durch Zusammenführung der gemeinsamen Entwicklungs- und Betriebsaufgaben. Zusätzlich ist es dem Horbach-Vertrieb möglich, sofort die neuen Erfordernisse der VVGNovelle zu bewältigen und weitere Investitionen zu vermeiden.
Sieger Kategorie Innovation: Schweizerische Bundesbahnen AG
Identitäten- und Berechtigungsmanagement (IAM) ist ein elementarer Querschnittprozess, der sämtliche Anwendungen und Plattformen erfasst. Für die zukünftige Entwicklung und den zukünftigen Ausbau der ICT-Landschaft bei den SBB im Sinne der oben beschriebenen dringlichen wie wichtigen Anforderungen ist IAM ein grundlegender Zentralbaustein.
In einem ersten Schritt wurde der Primärnutzen des Projektes ermittelt. Identifiziert wurden folgende Ziele:
* Integration von Geschäftspartnern in die eigene Systemlandschaft bei gleichzeitiger Separierung der Zugriffsrechte.
* Sicherstellung der Konformität zu Gesetzen, Regularien und Weisungen (SOX, Basel II, Eisenbahngesetz, Datenschutz, etc.).
* Umsetzung der Anforderungen seitens der Revision nach Nachvollziehbarkeit, Zurechenbarkeit und Beweisbarkeit (Beispiel von ca. 19.000 nicht personalisierten Funktionsusern).
* Grundlagen schaffen für Technologiewandel (Beispiele Service Orientierte Architekturen, Portaltechnologien, Mobiltechnologien).
* Bereinigung von System- und Prozessbrüchen (Beispiele Benutzerverwaltung, papiergestützter Betrieb).
* Integration führender SBB-Plattformen (Beispiel SAP NetWeaver, MetaDir, MS Active Directory).
Was die SBB mit IAM erreichen möchte:
Geschäftsorientierung: Primat der (tatsächlichen) Anforderung gegenüber der technischen Lösung.
Prozessorientierung: Definition der organisatorischen Voraussetzungen.
Nachhaltigkeit: Langfristige Ausrichtung auf die logischen Grundelemente.
Ganzheitlicher Ansatz: Vorausschauen und zukünftige Geschäftsentwicklung Vorwegnehmen.
Unabhängigkeit: Logischer Ansatz, nicht technologischer.
Als Lösung wurde ein IAM-Framework vorgeschlagen. Es definiert 7 prozessorientierte Module und insgesamt 18 implementationsorientierte Pakete.
Einen ausführliche Beschreibung der prämierten Projekte finden Sie hier: www.it-daily.net.







