(openPR) Zum Tag der Armutsbekämpfung am 17.10.2008 und anlässlich der neuesten Studien fordert der Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI), die Entwicklungszusammenarbeit vor allem mit den afrikanischen Ländern südlich der Sahara zu verstärken.
Der Internationale Tag der Armutsbekämpfung am 17. Oktober 2008 ist für Hilfsorganisationen Anlass, um auf die steigende Armut weltweit aufmerksam machen sollen. Der aktuelle Zwischenbericht der UN zur Erreichung der Millenniumsziele prognostiziert für afrikanische Länder südlich der Sahara ein Ansteigen der Anzahl der Menschen, die in absoluter Armut leben. Dabei war oberstes Ziel der UN die Anzahl der Menschen, die mit weniger als einem US-Dollar pro Tag leben, bis zum Jahr 2015 zu halbieren.
Der Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI) fordert daher von der Weltgemeinschaft die Anstrengungen zur Verbesserung der Situation vor allem in den Ländern südlich der Sahara zu verstärken. "Die derzeit bestehenden Entwicklungsprojekte reichen einfach nicht aus, die Dringlichkeit der Situation erfordert mehr Bemühungen, auch finanziell", meint Susanne Laudahn, SODI-Projektmanagerin für Afrika. Laudahn weist damit vor allem auf die Kritik aus der NGO-Szene an dem 470-Milliarden-Euro-Paket für Deutsche Banken hin. "Seit Jahren kämpfen wir dafür, dass die Bundesregierung die Ausgaben für Entwicklungshilfe erhöht. Wie ungerecht ist es, dass wir jährlich nur knapp 9 Milliarden Euro dafür ausgeben, dass nicht mehr 13 000 Kinder täglich an Hunger sterben, und nun 470 Milliarden, um ein System zu renovieren, das Teil des Problems ist?", fragt die SODI-Projektmanagerin.
Nicht nur die Halbierung der Armut, sondern auch die anderen Millenniumsentwicklungsziele werden voraussichtlich bis zum vereinbarten Zeitpunkt nicht erreicht. Derzeit haben 40 Prozent der Weltbevölkerung keinen Zugang zu sanitären Anlagen. Dabei sind gerade schlechte hygienische Bedingungen Ursache von lebensgefährlichen Krankheiten. Seit einem Jahr realisiert die Berliner Nichtregierungsorganisation gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Partnern in Namibia ein Projekt zur Verbesserung der sanitären Grundversorgung. 600 Trockentoiletten sollen im EU-geförderten Projekt bis zum Jahr 2011 entstehen. Durch eine Trockentoilette werden jährlich 70 000 Liter Wasser gespart, das die Menschen als Trinkwasser und zum täglichen Leben nutzen können. Zudem schonen Trockentoiletten die Umwelt, verhindern die Ausbreitung von Krankheiten und sind gleichzeitig für arme Menschen erschwinglich. "Der Bedarf ist allerdings viel größer", meint Susanne Laudahn, "wenn wir das Geld zur Verfügung hätten, könnten wir für alle Menschen in Namibia, die derzeit noch unter katastrophalen hygienischen Bedingungen leben, die sanitäre Versorgung sichern."
Am 19. November 2008, dem Welttag der Toilette, wird SODI gemeinsam mit anderen Organisationen in einer öffentlichen Aktion auf das Problem der sanitären Unterversorgung aufmerksam machen.
Für das Projekt werden 100 000 Euro an Spenden benötigt. Kennwort "Trockentoilette"
SODI-Spendenkonto: 10 20 100 bei der Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 100 205 00









