(openPR) 17. Oktober, 10:30 Uhr, Willy-Brandt-Platz, Frankfurt am Main
Am 17. Oktober 2008, um 10:30 Uhr, wird der Künstler Hermann Josef Hack die Stadt Frankfurt zum Klimaflüchtlingslager erklären und ein Camp mit hunderten von kleinen Zelten auf dem Willy-Brandt-Platz, unter dem überdimensionalen Euro-Zeichen, errichten. Die Installation kann am Freitag und Samstag besichtigt werden.
Das Projekt wird in Kooperation mit der Frankfurter Buchmesse, auf der erstmals Hacks Reiseführer für Klimaflüchtlinge, der Climate Refugee Guide Berlin, als Kunstbuch (Peperoni-Verlag Berlin bei Vice-Versa) vorgestellt wird, sowie mit dem Dezernat für Umwelt und Gesundheit der Stadt Frankfurt am Main, dem Entwicklungspolitischen Netzwerk Hessen (EPN Hessen e.V.) und dem Klima-Bündnis realisiert.
Stadträtin Dr. Manuela Rottmann wird die Kunstaktion eröffnen und lädt Sie gemeinsam mit dem Künstler herzlich ein.
Fakten:
– Im Jahr 2005 wurde die Insel Bhola in Bangladesh dauerhaft überflutet und hat 500.000 Menschen obdachlos hinterlassen.
– Wissenschaftler in der Hauptstadt Dhaka sagen voraus, dass bis 2030 rund 20 Millionen Menschen in Bangladesh als Klimaflüchtlinge in die Städte fliehen werden.
– Auch andere InselbewohnerInnen sind vom steigenden Meeresspiegel bedroht. Der Inselstaat Tuvalu z.B. hat bereits Evakuierungspläne für den Notfall ausgearbeitet. Während Neuseeland mit einigen Inselstaaten im Pazifik ein spezielles Abkommen für die Aufnahme von Klimaflüchtlingen unterzeichnet hat, erklärte Australien, keine Flüchtlinge aufzunehmen.
– In Amazonien bedrohen immer häufigere Trockenperioden das Überleben der dort lebenden indigenen Völker; sie sind gezwungen, in andere Regionen auszuwandern.
Der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan brachte das Problem schon 2006 vor dem Klimagipfel in Nairobi auf den Punkt. Er sagte, die globale Erwärmung sei nicht nur ein Umwelt-, sondern auch ein Entwicklungsproblem. Um hierauf aufmerksam zu machen, baut Hermann Josef Hack in Frankfurt ein Klimaflüchtlingslager mit 300 Miniatur-Zelten auf. Zuvor hat Hack schon den Reichstag in Berlin zum Klimaflüchtlingslager erklärt und seine Mini-Camps vor dem UN-Klimasekretariat, dem Sitz des UNHCR-Flüchtlingskommissars und an anderen öffentlichen Stellen errichtet, um das Thema dorthin zu bringen, wo die Verantwortlichen und Hoffnungsträger für die Lösung dieses Problems sitzen.











