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»Bildungsoffensive« soll Qualität des Unterrichts verbessern

13.10.200820:30 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: »Bildungsoffensive« soll Qualität des Unterrichts verbessern
Baden-Württembergs Kultusminister Helmut Rau (re.) erläutert, welche Spielräume er in der Schulpolitik öffnen will
Baden-Württembergs Kultusminister Helmut Rau (re.) erläutert, welche Spielräume er in der Schulpolitik öffnen will

(openPR) Viel Flexibilität in einem festen Bezugsrahmen möchte Kultusminister Helmut Rau bei der Umsetzung der jüngst vom Land Baden-Württemberg verabschiedeten »Bildungsoffensive« bieten. In der Evangelischen Akademie Bad Boll erläuterte er am 13. Okt. 2008 die Leitlinien und Spielräume seiner Schulpolitik.



Besonders betonte der Minister, dass bei der »Qualitätsoffensive Bildung«, für die das Land zusätzliche 530 Millionen Euro zu Verfügung stellt, »vom Kind her« gedacht werden solle und die Maßnahmen zur Schulentwicklung am individuellen Förderbedarf ausgerichtet werden. Im Mittelpunkt stehe für ihn die Qualität des Unterrichts, sagte Rau. Deshalb sehe er in der Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte ein besonders wichtiges Aufgabenfeld. Bedarf gäbe es vor allem dafür, das Lehrpersonal zu befähigen mit der Verschiedenheit von Begabungen und Fähigkeiten in den Klassen umgehen zu können. Insbesondere die Universitäten stünden hier noch vor großen Herausforderungen.

Weitreichenden Integrationsmodellen, wie etwa dem gemeinsamen Unterricht bis zur zehnten Klasse oder von Kindern mit und ohne Behinderung, erteilte Rau aber auch in Bad Boll eine Absage. Differenzierte Bildungswege, wie sie das Land Baden-Württemberg biete, seien die Voraussetzung, um differenziert Chancen wahrnehmen zu können. Gerade der Vergleich mit anderen Bundesländern, aber auch der internationale Vergleich, bestätige ihn, dass sich Baden-Württemberg mit seinem Ansatz »durchaus sehen lassen kann.«

Das dreigliedrige Schulsystem, ergänzt durch den neuen Typus der Werkrealschulen, bleibt für den Minister fester Bezugsrahmen seiner bildungspolitischen Vorgaben. Offener zeigte sich Rau in Sachen Ganztagsschule. Ohne die Ganztagsschule zur Regelschule machen zu wollen, habe er alle diesbezüglichen Gründungsanträge bewilligt, so dass es jetzt 1060 Schulen mit Mittagstisch und Nachmittagsbetreuung im Lande gäbe. Dabei spiele die »Verantwortungsgemeinschaft« zwischen Land und Kommune für ihn eine besonders wichtige Rolle: »Ich möchte, dass die Gemeinden beteiligt sind an konzeptionellen Überlegungen zum Thema Schule«, sagte Rau.

Zwei Zusicherungen, die man in den Gemeinden mit offenen Ohren hören wird, machte der Kultusminister in Bad Boll. Ein Hemmnis bei der Zusammenlegung von Hauptschulstandortorten ist in etlichen Kommunen, dass geleistete Fördermittel bis auf 50 Jahre zurück gezahlt werden müssen, wenn der aufgegebene Standort nicht für einen gemeinnützigen Zweck verwendet werden kann. »Es gibt die Absicht, das ruhen zu lassen«, sagte dazu der Kultusminister, wobei er gleichzeitig darauf verwies, dass diese Frage eigentlich in den Zuständigkeitsbereich seines Finanzkollegen gehöre.

Ein klare Zusage machte er in der Frage der Sprachförderung. Bislang wird nur die sog. Sprachstandsanalyse vom seinem Ministerium bezahlt, die Förderung selbst über die Landesstiftung abgewickelt. Unabhängig von diesen Finanzierungsmodalitäten und der Tatsache, dass der Umfang der nötigen Mittel nur geschätzt werden könne, bekräftigte Rau, »dass alle, die einen Förderanspruch haben, ihn auch erfüllt bekommen«.

Der Kultusminister nutzte das Gespräch mit den Lehrkräften in Bad Boll dafür zu werben, die Spielräume des Konzepts »Selbstständige Schule« auszunutzen. Bisher habe man sich zu schnell als »Gefangener des Systems öffentlicher Dienst« empfunden. Die Budgetierung der Schulen biete jetzt die Möglichkeit, das Schulumfeld zu öffnen und andere Berufe an die Schule zu holen. Dabei spiele auch die Kooperation mit Vertretern aus den Kirchen und Vereinen eine wichtige Rolle. Ihr ehrenamtliches Engagement, stelle Rau allerdings klar, ersetze keine einzige Lehrerstunde. Ihr Beitrag liege vielmehr darin, Angebote zu machen, die von den Lehrkräften nicht geleistet werden könnten.

Spürbare Entlastungseffekte versprach Rau für das kommende Schuljahr. Dann nämlich werde die »Qualitätsoffensive Bildung« in den Landeshaushalt eingearbeitet und durch die Absenkung des Klassenteilers wirksam werden.

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