(openPR) LEIPZIG (Ceto). –Der Abwärtstrend dominierte in dieser Woche die gesamte Finanzwelt. Allein am Freitag erfolgten an den Rohstoffbörsen bis zum Nachmittag nochmals Abschläge von mehr als 7 Dollar pro Barrel. Die Nachfrage nach Rohöl sinkt und mit ihr fallen die Rohölnotierungen. Rezessionsängste haben die Rohölpreise bereits auf ein Jahrestief gedrückt und schon am Freitagmorgen wurde an der ICE in London die 80 Dollarmarke nach unten durchbrochen. Bis zum Nachmittag verstärkte sich der Rückgang binnen kürzester Zeit und ließ die Kontrakte sogar auf 75 Dollar pro Barrel an der ICE bzw. 79 Dollar pro Barrel an der NYMEX sinken.
Mittlerweile weitet sich die Finanzmarktkrise auch auf den Asiatischen Markt aus. So gab Japans Zentralbank bereits 32,8 Milliarden EUR für die Finanzmärkte frei und in einer konzertierten Aktion haben am Mittwoch die wichtigsten Notenbanken weltweit die Leitzinsen gesenkt. So reduzierte die EZB den Leitzins um 0,5% auf 3,75 Prozent. Die Aktienmärkte nahmen diese Signale allerdings bislang ohne Euphorie auf.
Doch es gibt auch jene, die in diesen Tagen von der aktuellen Entwicklung profitieren. Denn der Abwärtstrend an den Börsen spiegelt sich im deutschen Heizölmarkt wieder und wie an den Vortagen erlebten die Heizölpreise zum Wochenende hin noch einmal einem deutlichen Satz nach unten. Dabei sanken die Bezugskosten zum dritten Mal in Folge auf einen neuen Tiefstand nach dem Jahreshoch von Mitte Juli, als Durchschnittspreise von mehr als 98 Euro pro 100 Litern erreicht wurden.
Die BRENNSTOFFSPIEGEL-Redaktion ermittelte gegenüber Vortag ein bundesdurchschnittliches Minus für eine 3000 Literpartie HEL von mehr als 1,80 Euro pro 100 Liter. Damit liegen die Bezugskosten für Heizöl EL mittlerweile wieder deutlich unter der Marke von 78 Euro pro 100 Liter. Dieses Preisniveau wurde zuletzt Anfang April dieses Jahres erreicht. Im Vergleich zum Jahreshoch konnte rein rechnerisch, wer abwartete und heute seinen Wintervorrat bestellte, mehr als 600 Euro Differenz einsparen. Da ist es nicht verwunderlich, dass aufgrund der vergleichsweise günstigen Preislage und dem bevorstehenden Winter immer öfter mit längeren Lieferfristen zu rechnen ist.
Die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten.
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