(openPR) Mit viel Energie und Enthusiasmus haben sich eine Reihe von Studenten der FH Schweinfurt zusammen getan, um ein ehrgeiziges Projekt zu verwirklichen: Die Teilnahme am härtesten Solar-Rennen der Welt in Australien, mit einem eigens konstruierten Fahrzeug. Esprit statt Sprit, so lautet das Motto der Studenten bei diesem wissenschaftlichen Abenteuer. Kein leichtes Vorhaben, denn hierbei handelt es sich um die Weltmeisterschaft des Solarrennsports.
Bereits 1987 startete die erste „World Solar Challenge“ mit einem mehrere Tage dauernden Rennen einmal quer durch Australien ohne einen Tropfen Benzin, 3021 Kilometer vom nördlichen Darwin bis zum südlich gelegenen Adelaide. Während es im Norden tropisch heiß ist, findet man im Süden eher gemäßigteres Klima vor. Doch auch am Ende des Winterhalbjahres im Oktober, wenn das Rennen durch den Outback im nächsten Jahr wieder starten soll, ist mit mindestens 33°C Tagesmitteltemperatur (tagsüber bis zu 45 °C, nachts hingegen bittere 3°C) zu rechnen. Ein heißes Unterfangen, ganz abgesehen von Sandstürmen, Tiefdruckgürteln und monsunartigen Regenfällen die zu dieser Jahreszeit charakteristisch für den sich auf der Südhalbkugel befindlichen Kontinent sind. Der Grundgedanke der WSC ist die seriennahe Produktion von Solarmobilen, welche vielleicht einmal die Wende aus der zukünftigen Energiekrise bringen könnten. Aus diesem Grund werden in jedem Rennjahr, also alle 2 Jahre die Regeln verschärft, wie z.B. im Jahre 2005 die Solarzellenfläche von 9m² auf 6m² reduziert wurde.
Eine noch größere Herausforderung als das Rennen selbst ist aber der Bau des Rennwagens; die größte vermutlich die Organisation von finanziellen Unterstützern aus Industrie und Wirtschaft, wie die Teammitglieder des Vereins berichteten.
Doch wie kam es überhaupt zu diesem ungewöhnlichen Engagement im Solarrennbereich? Anfangs aus einer Schnapsidee aufgrund hoher Sprit- und Gaspreise geboren, kristallisierte sich schnell ein harter Kern an Studenten, welche diese Form der Fortbewegung durch alternative Energiequellen nicht mehr los lies. Relativ rasch konnten weitere Kommilitonen für dieses Unterfangen begeistert werden, sodass schließlich im Februar der Verein FH-SW Solar Racing e.V. gegründet wurde. Zur Zeit besteht der Verein aus rund 30 Mitgliedern aller Studienrichtungen der Fachhochschule Schweinfurt - Ingenieurinformatik, Maschinenbau, Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen.
Unterstützung erfahren die Ingenieure von Morgen nicht nur von der FH- Leitung, sondern auch aus Vertretern der freien Wirtschaft. Sowohl finanziell, materiell, als auch mit technischem Sachverstand und Fortbildungen, helfen Unternehmen den Solar Racern weiter. Aktuell befindet sich der Verein mitten in der Optimierungsphase des ausgedachten Entwurfes. Dazu wird das im Rapidprototyping-Verfahren hergestellte Model auf Herz und Nieren getestet und weitere Verbesserungen im Computer berechnet.
„Das Tempo stimmt“, ist der Teammanager Falko Petersenn optimistisch. Und auf das Tempo kommt es nun mal auch an. Die optimale Fahrgeschwindigkeit eines Solar-Autos liegt bei gut 90 km/h. Und wenn dieses Tempo wie erwartet erreicht, bzw. beibehalten wird, dann kann ein Jahr darauf Australien im (Sand-)Sturm erobert werden.












