(openPR) VERTEIDIGUNG DER HOLZFEUERUNG
Holzfeuerungsanlagen produzieren Feinstaub. Das Umweltbundesamt sieht dies zunehmend kritisch. Das IBN, das Institut für Baubiologie und Ökologie in Neubeuern, warnt aber vor einer Pauschalisierung dieser Aussage. Denn: Feinstaub ist nicht gleich Feinstaub. Und das Heizen mit Holz ist nach wie vor ökologischer als das Heizen mit Öl oder Erdgas.
Bei sachgemäßer Verwendung des Brennmaterials Holz entstehe mehr Feinstaub als bei Öl- und Erdgasheizungen, lautet die Argumentation des Umwelt-Bundesamtes. Außerdem enthalte der Feinstaub aus Holzfeuerungsanlagen einen besonders hohen Anteil an feinen, lungengängigen Partikeln. Das stimmt auch soweit. Allerdings:
Die schweizerische Umweltbehörden und das IBN weisen darauf hin, dass es nicht nur auf die Größe der Feinstaubpartikel, sondern auch auf deren chemische Zusammensetzung ankommt. So besteht der Feinstaub aus dem Holzfeuer z.B. zu einem hohen Anteil aus wasserlöslichen Salzen. Diese sind zwar auch lungengängig, aber weniger Krebs auslösend als etwa Dieselruß.
Helmut Popper, österreichischer Professor für Pathologie, gibt zu bedenken, dass die Menschheit sich seit einer halben Million Jahren an den Rauch aus Feuerstellen angepasst hat „und zwar an ein Vielfaches dessen, was uns heute von einer modernen Holzfeuerungsanlage zugemutet wird“, so Popper. Dagegen atmet der Mensch den Feinstaub aus Verkehr und der Verwendung fossiler Brennstoffe erst seit einer sehr kurzen Zeitspanne ein. Eine Anpassung fand hier noch nicht statt.
Deshalb warnt der IBN vor einer Novellierung der Feinstaub-Verordnung. Sie könnte sich - wie bei der Regelung zur Beimischung von Biokraftstoff - als ökologischer Bumerang erweisen.
Mehr Informationen zum Feinstaub finden sich in der Zeitschrift „Wohnung + Gesundheit“, Heft 128 und im Internet unter www.baubiologie.de










