openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Der Beweisbrief - Und sie dreht sich doch

25.09.200816:45 UhrKunst & Kultur
Bild: Der Beweisbrief - Und sie dreht sich doch
Vesalius, A., De humani corporis fabrica libri septem. Schätzung: ? 25.000.
Vesalius, A., De humani corporis fabrica libri septem. Schätzung: ? 25.000.

(openPR) Ketterer Kunst versteigert literarische Rarität zur ersten Weltumsegelung

Hamburg, 24. September 2008, (kk) - Für € 80.000 könnte er zu haben sein, der erste empirische Beweis für die Kugelgestalt der Erde. Am 17./18. November kommt bei Ketterer Kunst im Rahmen der Auktion Wertvolle Bücher - Manuskripte - Autographen - Dekorative Graphik die extrem seltene Originalausgabe eines Briefes von Maximilianus Transsylvanus, dem kaiserlichen Sekretär am Hof Karls V., zum Aufruf, in dem er dem Kardinalerzbischof von Salzburg Bericht erstattet über die Weltumsegelung des Fernando Magellan.



Mit fünf Schiffen und insgesamt 234 Mann Besatzung verließ Fernando Magellan im September 1519 Spanien, um auf dem Westweg die strategisch wichtigen Gewürzinseln, die Molukken, zu erreichen. Ein gutes Jahr später entdeckte er die westliche Durchfahrt an der Spitze des südamerikanischen Kontinentes, die nach ihm benannte Magellanstrasse. Nach seinem Tod im Kampf mit den Eingeborenen auf den Philippinen, kehrte im September 1522 lediglich eines seiner Schiffe über Timor und das Kap der Guten Hoffnung mit 18 Überlebenden nach Spanien zurück, womit eines der „ruhmwürdigsten Unternehmen der Entdeckungsgeschichte“ (Henze) seinen Abschluss fand. Eine der vier erschienen Ausgaben von „De Moluccis insulis...“ wurde bereits 2004 bei Ketterer Kunst für den Erlös von € 94.300 (Zuschlag: € 82.000) verkauft.

14 Muskelmänner bilden den Höhepunkt unter den Illustrationen in „De humani corporis...“, dem epochemachenden Werk von Andreas Vesalius. Die Holzschnitte mit den stehenden Figuren, an denen das Muskelsystem durch stufenweises Entfernen der verschiedenen Schichten erklärt wird, gehören nicht nur zu den Glanzlichtern der venezianischen Holzschneidekunst, sondern setzten Maßstäbe für die anatomische Abbildung bzw. für die Buchillustration überhaupt. Das 1555 erschienene Buch geht mit einer Schätzung von € 25.000 an den Start.

Seit 1945 nicht auf dem Auktionsmarkt erschienen ist Carel Allards „Orbis habitabilis oppida et vestitus...“. Je ein Exemplar der einzi-gen Ausgabe des äußerst gesuchten Städtebuchs ist nur in den Online-Katalogen von drei großen Bibliotheken nachweisbar. Das Buch zeigt Ansichten von über 40 Orten (z.B. Algier, Barbados, Tripolis, Wien) und der teilweise dort üblichen Trachten. Die Schätzung liegt bei € 18.000.

Ausschließlich mit der Insel „Java“ beschäftigt sich dagegen ein Ansichtenwerk mit Farblithographien von Johan Conrad Greive, der diese nach Zeichnungen des Malers Abram Salm anfertigte. Die erste Ausgabe dieses seltenen und vollständigen Tafelwerks mit Ansichten von Vulkanen, Flüssen und Meeresbuchten kommt mit einer Taxe von € 10.000 zum Aufruf.

Ebenso hoch angesetzt ist eine sehr gut erhaltene Prachthandschrift auf Pergament. Die „Carta executoria“ aus dem Jahr 1792 ist mit ihren fünf ganzseitigen farbigen Miniaturen und den 64 farbigen Miniaturen im Text ungewöhnlich üppig illustriert. Der spanische Adelsbrief zeigt unter anderem das Wappen und den Stammbaum der Familie Camara, die Widmung mit königlichem Wappen sowie zahlreiche Bildnis-Initialen.

Scharf und unversöhnlich äußert sich Karl Marx in seiner 1860 in London entstandenen, berühmten Streitschrift, in der er gegen den Naturforscher und politischen Publizisten Karl Vogt polemisiert. Dieser war Gerüchten zufolge als „bezahlter Agent Napoleons III.“ denunziert worden und hatte in einer Verteidigungsschrift Karl Marx zu Unrecht verdächtigt, diese Verleumdung zu unterstützen. Die seltene erste Ausgabe des Schriftstücks geht ebenfalls mit € 10.000 ins Rennen.

1797 zog es Johann Wolfgang von Goethe zum dritten Mal in die Schweiz. Um Pässe für sich und seine Familie zu erwirken, schrieb er an Johann Friedrich von Koppenfels, damals Kanzler in Weimar. Der eigenhändige Brief mit Unterschrift kommt mit einer Taxe von € 6.000 zum Aufruf.

Ein Rarissimum ist auch der mit € 6.000 angebotene „Catéchisme“ im Reliefdruck, eine Inkunabel der Blindenschrift von 1820. Valentin Haüy, der Erfinder einer Reliefschrift, ließ erstmals Buchstaben erhaben auf dickes Papier prägen, damit diese mit den Fingern gelesen werden konnten. Erst 1829 wurde diese Methode von Brailles Punktschrift abgelöst.

Aus dem Nachlass des Schweizer Cellisten und Haydnforschers, Antonio Tusa, kommt eine Muskaliensammlung mit 6 Taktstöcken so berühmter Dirigenten wie Arturo Toscanini, Wilhelm Furtwängler und Herbert von Karajan. Außerdem beinhaltet die Losnummer, die mit einer Taxe von € 3.000 bewertet wird, auch rund 160 Original-Fotografien und Postkarten berühmter Musiker und Dirigenten, teils mit eigenhändiger Widmung und Signatur.

Die Vorbesichtigung ist zu folgenden Terminen im Hamburger Meßberg 1 möglich:
05.-07. November, von 11-17 Uhr
10.-14. November, von 11-17 Uhr
16. November, nach Vereinbarung

Die Auktion Wertvolle Bücher - Manuskripte - Autographen - Dekorative Graphik findet zu folgenden Zeiten, ebenfalls im Hamburger Meßberg 1 statt: Hauptauktion: 17./18. November, jeweils ab 10:30 Uhr
Abendauktion: 17. November, ab 17:00 Uhr

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 245688
 1680

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Der Beweisbrief - Und sie dreht sich doch“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Ketterer Kunst

Bild: 500. Jubiläums-Auktion: Millionenerlöse trotz Corona – Spitzen-Saison-ErgebnisBild: 500. Jubiläums-Auktion: Millionenerlöse trotz Corona – Spitzen-Saison-Ergebnis
500. Jubiläums-Auktion: Millionenerlöse trotz Corona – Spitzen-Saison-Ergebnis
München, 20. Juli 2019 (KK) – Mit dem Gesamterlös von rund € 29,8 Millionen* erzielt Ketterer Kunst bei seinen Auktionen das beste Saisonergebnis der Branche in Deutschland. Damit ist das Haus auf dem Rekordniveau von 2019 und bestätigt erneut seine Rolle als Marktführer. Das zeigen auch die insgesamt 55 Ergebnisse der 500. Auktion vom 17./18. Juli, die über der € 100.000-Marke liegen. Das sind genauso viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Darunter finden sich auch die zwei einzigen Erlöse jenseits der magischen Millionen-Euro-Marke i…
21.07.2020
Millionenerlöse und Rekorde im Ketterer Kunst-Jubiläumsjahr – Beste Jahresbilanz
Millionenerlöse und Rekorde im Ketterer Kunst-Jubiläumsjahr – Beste Jahresbilanz
München, 12. Dezember 2019, (kk) – Rund € 62 Millionen* Gesamterlös – dieses Rekordergebnis beschließt das Ketterer Kunst-Jubiläumsjahr 2019 mehr als würdig. “In diesem Jahr haben wir unsere Führungsposition unter den deutschen Kunstauktionshäusern gestärkt und ausgebaut. Drei Erfolge haben dazu wesentlich beigetragen: Wir haben unser Spitzenergebnis des letzten Jahres nochmals um rund 15% übertroffen. Wir haben zum dritten Mal in Folge die umsatzstärkste Kunstauktion in Deutschland durchgeführt. Wir haben die höchsten Einzelzuschläge in Mill…
20.12.2019

Das könnte Sie auch interessieren:

Sie lesen gerade: Der Beweisbrief - Und sie dreht sich doch