(openPR)
Zwei bedeutende technische Neuerung des amerikanischen Mobilfunknetzes verhelfen nun möglicherweise der in Europa bereits so populären SMS zu Ihrem späten Durchbruch:
SMS können nun auch von einem Mobilfunknetz in ein anderes gesendet werden. Dies klingt nicht weiter spektakulär. Doch man stelle sich vor, dass in Deutschland ein Kunde von T-Mobile, Vodafone, E-Plus oder O2 Textnachrichten nur an Empfänger versenden kann, die das gleiche Netz nutzen. Dies hätte wohl auch in Europa den breiten Durchbruch der SMS verhindert oder zumindest verzögert.
SMS müssen nicht länger an eine eMail-Adresse versendet werden sondern können nun direkt an die Mobilfunknummer des Empfängers übermittelt werden. Auch dies hätte möglicherweise die schnelle Verbreitung der SMS in Europa blockiert. Denn viele Leute können sich bereits kaum mehrere Telefonnummern merken, ganz abgesehen von einer dazugehörigen eMail-Adresse.
Neben der Verbesserung des Versandes von Textnachrichten wurde nahezu zeitgleich mit dem iMode-Angebot von E-Plus ein vergleichbarer Service in den USA veröffentlicht. Seit dem 16. April 2002 bietet AT&T den in Japan so berühmten Standard i-Mode auf dem amerikanischen Markt an.
Obwohl der Erfinder von i-Mode, NTT DoCoMo mit 16% an der amerikanischen Mobilfunkgesellschaft beteiligt ist, setzt AT&T doch in gewissen Teilen auf andere Standards als das ursprüngliche Model aus Japan. So verwendet das Unternehmen den WAP-Standard zur Erstellung der Inhalte obwohl das japanisch Pardon auf dem moderneren Standard CHTML aufbaut. Einige Insider vermuten, dass AT&T mit diesem Vorgehen lediglich ansonsten fällige Lizenzgebühren für den von NTT DoCoMo veröffentlicht CHTML-Standard sparen möchte. AT&T hat zwar bereits angekündigt den CHTML-Standard noch im Verlaufe dieses Jahres einzuführen. Doch das reicht dem japanischen Anbieter nicht und behindert seine globale Expansionspläne.
Wobei ähnlich wie in Deutschland auch in Amerika eine undurchsichtige und teure Preispolitik für die Abrechnung der i-Mode Services einen breiten Durchbruch verhindert.
Im maximalen Datenpaket erhält der Nutzer 2 MB Daten inklusive. Jedes weitere MB kostet mehr als 10 $ zusätzlich. Bei der Nutzung der günstigsten monatlichen Grundgebühr zahlt der Nutzer pro zusätzlich in Anspruch genommes MB gar 21$. Somit eignet sich das Angebot weder für den Consumer noch für den Business-User. Für den Consumer ist der Einstiegspreis zu hoch und der Business-User muss für den erfordelrichen Datentransfer einfach zu tief in die Tasche greifen.
Weiterhin wurde die Nutzung mobiler Dienste durch Business User bisher dadurch verhindert, dass diese zu Spitzenzeiten nicht zur Verfügung stehen. Denn wenn das Telefonaufkommen die erforderlichen Leitungen in Anspruch nimmt werden die Datendienste einfach geblockt oder auf das GSM-Netz umgestellt. In diesem Netz steht dann nicht länger GPRS sondern nur noch WAP zur Verfügung. Dies wird dann aber nicht nach festen Datenpaketen sondern nach in Anspruch genommener Downloadzeit abgerechnet. Bei der verlangsamten Geschwindigkeit des WAP-Netzes von 10-20 Kbps wird dies schnell ein kostspieliges Vergnügen.
Wobei die Einführung der ersten 3G-Services in den USA sowohl das Preis als auch das Verfügbarkeitsproblem weitestgehend beseitigt. Es stehen attraktive Preispakete und sichere Leitungskapazitäten zur Verfügung. Dies könnte somit den Durchbruch für professionelle Datendienste sowohl für den amerikanischen Consumer als auch Business-Kunden darstellen.
Dies war lediglich ein Ausschnitt aus dem Trendletter – Oktober 2002 der conceptbakery. Sie können das Dokument in voller Länge auf der Website www.conceptbakery.de downloaden.
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