(openPR) Erding. Tatsächlich „aus dem Innersten“ scheinen die Geschichten des Schriftstellers und Malers Harald Kratzel aus Erding zu kommen. Dieses Gefühl hat man sofort wenn man das schlanke Buch aufschlägt. Dort finden sich Kurzgeschichten zu eigenen Erlebnissen und Betrachtungen, Gedichte und japanische Haiku, die den Leser vom ersten Augenblick an gefangen halten.
Bereits mit seiner ersten Geschichte „Schrei“, in der er den Schreianfall eines Vaters gegenüber seinem kleinen Sohn schildert, trifft der Autor den Leser bis in Tiefste, da wohl jeder einzelne hiervon schon persönlich betroffen war, sei es als Kind oder Elternteil. So dramatisch authentisch ist seine Schilderung, dass es durchaus zu „Gänsehautgefühlen“ kommen kann. Auch in seinen anderen Kurzgeschichten ist das Gefühl deutlich spürbar und der Autor scheut hier auch nicht davor zurück, sich der tragischen Thematik eines Selbstmordes anzunehmen.
Wie bereits in den Kurzgeschichten wird auch in seinen Gedichten die sensible Seite des Autors deutlich spürbar und hier ist insbesondere das Gedicht „Sterne“ lesens- und merkenswert.
Zu guter Letzt nimmt sich der Autor der klassischen japanischen Gedichtsform des Haiku an, die ihm sehr zu liegen scheint. Gerade die Reduziertheit auf 17 Silben und der Anspruch in dieser große Gefühle und deren Konterpart auszudrücken, scheint Kratzel zu liegen, so dass sich auch unter diesen sich einige sehr schöne Exemplare befinden.
Insgesamt berührt Harald Kratzel mit seinen Gedanken den Leser wirklich in seinem „Innersten“, da er mutig seine Gefühle und wohl auch die der Leser anspricht, in der sich sicherlich auch jeder einzelne Leser wiederfinden wird. Illustriert ist das Ganze mit vom Autor selbst gemalten Bildern und Fotografien. Ein wunderschönes Buch zum selber lesen oder verschenken. „Aus dem Innersten“ ist erhältlich über den Reimo-Verlag oder in allen Buchhandlungen.











