(openPR) Opfer einer Vergewaltigung zu werden, ist eine grausame Erfahrung. Häufig setzt sich der Alptraum aber noch fort in der Art und Weise, wie Polizei und Justiz darauf reagieren: Eine der porträtierten Frauen sagt: »Ich habe mich wie ein Täter gefühlt – nicht wie ein Opfer.« Sigrid Simon hat sich über einen längeren Zeitraum mit vergewaltigten Frauen getroffen und sehr verschiedene Reaktionen aus deren familiären oder persönlichen Umfeld miterlebt und dokumentiert. Entstanden sind sensible und genaue Porträts, die die tiefen Verletzungen und deren Folgen sichtbar machen. So werden aber auch unterschiedliche Wege aufgezeigt, sich von dieser Gewalterfahrung zu befreien (ohne sie je zu vergessen) und ein neues, oft auch anderes Leben zu beginnen.
Sigrid Simon studierte Literaturwissenschaften in Dublin und Berlin. Seither arbeitet sie als Fernsehautorin in den Ressorts Politik und Kultur in Berlin und in der Welt. Dieses Buch ist das Ergebnis einer Recherche über vergewaltigte Frauen für das ARD-Magazin »Kontraste« – die Reaktion auf diese Sendung war ungewöhnlich groß und fließt in dieses Buch ein.
7. Oktober 2008, 19.30 Uhr, Eintritt 5 Euro
Veranstaltungsort:
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