(openPR) „On Demand“, auf Verlangen, zieht seine Kreise immer weiter. Warum etwas teuer vorhalten, wenn man trotzdem jederzeit darüber frei verfügen kann? Logistikunternehmen vom Automobilzulieferer bis zum Pizza-Service liefern „just in time“, und sogar „TV on Demand“ bürgert sich bei technikaffinen Filmfans ein. Dieser Trend erreicht unter dem Namen ASP jetzt auch die Informationsverarbeitung (IT) in der Immobilienwirtschaft.
Das sogenannte ASP (Application Service Provider) ist das Bereitstellen von Software und Rechenkapazität über das Internet. Ein professionelles Rechenzentrum vermietet gegen eine monatliche Gebühr die gewünschte Hard- und Software. Der Kunde kann auf eine Serverlandschaft, den Netzwerkbetreuer, Virenschutz, Firewall, Datensicherung und das lästige Installieren von Updates verzichten. Zum Arbeiten braucht er nur einen Computer plus Breitbandinternetanschluss. Besonders praktisch ist dieses „schlanke Büro“ für Immobilienverwalter: Bei einer Eigentümerversammlung etwa können sie relevante Daten via Notebook und UMTS-Karte prompt abfragen oder gefasste Beschlüsse sofort in die Sammlung aufnehmen. Das Büro ist einfach immer dabei.
Inhouse-Lösung ist oft die Praxis
Heute sieht die Praxis in der Immobilienverwaltung oft noch so aus: Ein Mitarbeiter des Verwalters, der sich leidlich mit dem Computer auskennt, kümmert sich neben seiner Verwaltungsarbeit um den Server, Software-Updates und die anfallenden Probleme. Diese „Inhouse-Lösung“ erscheint den meisten Unternehmern als die günstigste Variante – solange nichts Gravierendes passiert. Doch genau hier liegt einer der zentralen Schwachpunkte solcher Billiglösungen. Denn die Vorkehrungen für Datensicherung, Datensicherheit und Brandschutz sind in den Verwaltungsunternehmen häufig unzureichend, Notfallpläne Fehlanzeige. Daten, die auf einem Streamerband gesichert sind und, wie häufig gesehen, neben dem Server liegen, nutzen im Brandfall wenig. Bei einem Feuer wäre der komplette Datenbestand verloren – für das Unternehmen eine Katastrophe. Nicht zuletzt deswegen sollte grundsätzlich in professionelle Datensicherheit investiert werden.
Zugriff immer und von überall
Mit dem Auslagern von Daten sowie Hard- und Software in ein Rechenzentrum wird die IT nicht nur sicher, sie wird professionalisiert. Der richtige Zeitpunkt, um auf ASP umzusteigen, ist dann gegeben, wenn der alte Server ausgetauscht werden muss. Bei ASP muss weder ein neuer Server gekauft, noch ein Betriebssystem oder Programme installiert werden. Stattdessen richtet der sogenannte Provider (ein professionelles und im besten Fall zertifiziertes Rechenzentrum) einen Server ein und installiert alle gewünschten Programme, wie Verwaltungs- und CRM-Software, MS Office-Anwendungen, eine Firewall und Antiviren-Software. Die Wahl des Client-Betriebssystems (Microsoft, Linux, Mac etc.) spielt übrigens überhaupt keine Rolle. Der legitimierte Anwender kann diese Programme anschließend direkt über das Internet nutzen, ohne dass es nennenswerte Unterschiede zur bisherigen Arbeitsweise gibt, bei der die Programme auf dem eigenen Rechner installiert waren. Selbstverständlich können, wie in einem Netzwerk auch, mehrere Anwender gleichzeitig auf die Software zugreifen - von überall, wo es Internet gibt, ganz gleich ob vom Homeoffice aus oder von unterwegs.
Rechnet man die Kosten für ein professionell betreutes Netzwerk und eine ASP-Lösung ehrlich gegeneinander auf, ist das Auslagern der EDV die günstigste der professionellen Varianten. Dann lohnt sich ASP für alle Unternehmen, die mehr als einen Rechner im Einsatz haben.
Roland Hammer
Der Autor
Der Diplomphysiker Roland Hammer ist Geschäftsführer und Gesellschafter der CSI Computer + Software Ingenieur-Gesellschaft mbH, die sich auf immobilienwirtschaftliche Softwaresysteme spezialisiert hat. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.csi-software.com.













