(openPR) Der französische Anbieter von Navigationssystemen erhält den Zuschlag im Wert von vier Millionen Euro für das indische Satelliten-Navigationssystem
Das von der indischen Weltraumagentur ISRO entwickelte Satelliten-Navigationssystem IRNSS (Indian Regional Navigational Satellite System) wird sich aus insgesamt sieben Satelliten zusammensetzen. Hiervon werden drei in eine geostationäre und vier in eine geosynchrone Umlaufbahn gebracht. Zur Gesamtkonstellation zählt ebenfalls ein Bodensegment, das aus einem Kontrollzentrum besteht sowie aus weiteren Bodenstationen, mit denen die jeweilige Flugbahn der Satelliten verfolgt und die Betriebsbereitschaft des Gesamtsystems gewährleistet werden. Das IRNSS-System, dessen erster Satellit voraussichtlich 2009 auf seine Einsatzbahn gebracht wird, kann dann eine auf 20 Meter genaue Ortung in ganz Indien und in einem Umkreis von rund 2.000 km liefern.
Das Prinzip der Satelliten-Navigation beruht auf der Übertragung von Signalen an einen Empfänger, wobei sichergestellt sein muss, dass die Signale von mindestens vier verschiedenen Satelliten ausgestrahlt werden. Um die Präzision der Ortungsdaten zu gewährleisten, müssen diese Signale perfekt synchronisiert sein. Eine zentrale Voraussetzung für die Leistungsfähigkeit des gesamten Ortungssystems ist daher die mittels der Bordatomuhr sichergestellte, hochpräzise Zeitkontrolle. Im Rahmen des IRNSS-Programms wird jeder Satellit mit vier durch die in Neuchâtel ansässige SpectraTime entwickelten und hergestellten Rubidium-Atomuhren bestückt. Diese Uhren sind die Grundlage der Satellitenzeiten und somit das Herzstück des gesamten Navigationssystems. Die Stabilität dieser Uhren beträgt zehn Milliardenstel Sekunden pro Tag. Pascal Rochat, Generaldirektor von SpectraTime, betont: „Ein globales und weltumspannendes Satelliten-Navigationssystem setzt sich aus etwa 20 bis 30 Satelliten zusammen, wobei jeder einzelne Satellit mit drei bis vier Atomuhren ausgerüstet ist. In fünf Jahren dürfte SpectraTime die erste Gesellschaft mit den meisten Atomuhren im Weltraum sein.“
Der Abschluss dieses neuen Liefervertrages erfolgt nur wenige Monate nach der Inbetriebnahme des passiven Wasserstoff-Maser (PHM) an Bord des Giove-B Testsatelliten des europäischen Satelliten-Navigationssystems Galileo.
Hintergrund SpectraTime
SpectraTime ist eine Gesellschaft der Orolia Gruppe, die sich auf die Entwicklung und Herstellung von kostengünstigen Hightech-Rubidium-Oszillatoren, intelligenten GPS-Systemen sowie von Instrumenten für die Uhrensynchronisierung und die Ausarbeitung von hochpräzisen Versuchslösungen spezialisiert hat. Ihre Produkte kommen in zahlreichen Hightech-Anwendungen zum Einsatz. Dies gilt insbesondere für die Telekommunikationsindustrie, das Verteidigungswesen, die Navigation, das Messwesen sowie die Fernsehübertragungs- und Weltraumtechnik. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.spectratime.com.











