(openPR) Dornach/Schweiz - Was haben unsere Unternehmen nicht alles für Sorgen. Dass sie in einem schwierigen Umfeld bestehen müssen ist eine Binsenweisheit. Aber auch wenn 'der Laden läuft', auch wenn die Gewinne in Ordnung sind und keine Mitarbeiter entlassen werden, müssen sie permanent Höchstleistungen erbringen, um die Geschäfte aufrechterhalten zu können.
Das eigene Kerngeschäft bewältigt jedes Unternehmen selber, das ist klar. Dafür sind die Spezialisten da. Was aber die strategischen Ausrichtungen und die Visionen, was die Ziele und was das Change Management betrifft, da nehmen viele Unternehmen wie selbstverständlich die Unterstützung von externen Beratern in Anspruch.
Es gibt allerdings einen Bereich, wo die Unternehmer und die Führungskräfte ziemlich auf sich allein gestellt sind. Das ist der Umgang mit den Mitarbeitern. Die erste und wichtigste Frage, die Unternehmer und Manager sich stellen müssen ist immer jene nach der Motivation. Wie kriege ich meine Führungscrew dazu, sich für die Arbeit, für die Firma wirklich zu interessieren? Wie kriege ich sie dazu, sich wirklich für die Sache einzusetzen und zum Unternehmenserfolg beizutragen? Mit Incentives? Mit flotten Dienstwagen und exzellenten Titeln?
Mit dieser Frage hat sich Walter Böckmann schon vor über dreißig Jahren beschäftigt. Der Titel eines seiner Bücher lautet: 'Sinnorientierte Führung als Kunst der Motivation'. Er hat die logotherapeutischen und existenzanalytischen Ideen des bekannten Wiener Psychiaters Viktor E. Frankl aufgegriffen, und er hat dessen theoretisches Menschenbild zu einem praktischen Führungsansatz umgeformt.
Logotherapie und Existenzanalyse? Das ist doch ein psychotherapeutisches Konzept. Was hat das mit der Arbeitswelt zu tun? So könnte man fragen. Es ist aber viel mehr als das. Es ist auch ein Menschenbild, das davon ausgeht, dass der Mensch vom Sinnhaften und für das Sinnhafte lebt. Er findet das Sinnvolle, indem er seine Werte verwirklicht. Dadurch kann er gesund sein. Dadurch kann er leistungsfähig sein. Und vor allem: aus dem Sinnhaften schöpft er seine Motivation.
Ich glaube es ist deutlich, dass dies nicht nur eine philosophische Feststellung ist, die das eigene Seelenheil im Auge hat. Wenn es wirklich so ist, dann handelt es sich hier um den entscheidenden Faktor für alle, die andere Menschen führen müssen - und für alle die sich selber führen müssen. Der Sinn ist der Motivator. Niemand kann Leistung von jemandem verlangen, der damit beschäftigt ist, sich zu fragen: 'Warum mach' ich das eigentlich?'
Nur: wie ist es möglich, dies im Arbeitsalltag einzubringen und anzuwenden? Wie ist es möglich, gültiges und gutes Managementwissen und persönliche Orientierung miteinander in Einklang zu bringen?
Die Führungskräfte sind gefordert, das ist klar. Was sie tun können, ist lernbar. Und wahrscheinlich überlebensnotwendig.
Der S!NNCOACH hat am 1. September seinen Blog in Betrieb genommen.
Themenschwerpunkt wird im wesentlichen die von Viktor Frankl angeregte und von Walter Böckmann in vielen Publikationen konzipierte Sinnorientierte Führung sein. Darüber hinaus werden alle verwandten Themen vom Management bis zur Work-Life-Balance, von der Kommunikation bis zu den alltäglichen Lebensthemen ihren Platz finden.
Zsolt Joanovits
http://www.sinncoach.com/blog











