(openPR) Prostatakrebs: Früherkennung erhöht Heilungschancen
Mittwoch - 5. Mai 2004, Leverkusen - Krebsfrüherkennung kann Leben retten. Das ist unstrittig. Doch welche Methode ist geeignet? Wer sollte sich wie oft untersuchen lassen? Und wer trägt die Kosten der Untersuchung? Über diese und andere Fragen wird immer wieder heftig diskutiert. Beispiel: Die Früherkennung von Prostatakrebs.
Mit rund 80.000 Neuerkrankungen ist das Prostatakarzinom derzeit die häufigste Krebsart des Mannes. Pro Jahr fordert die Krankheit rund 12.000 Menschenleben. Wenn der Tumor jedoch frühzeitig erkannt wird, sind die Heilungsaussichten sehr gut: Solange der Krebs auf die Prostata begrenzt ist, liegt die Chance, wieder gesund zu werden, bei 85 bis 100 Prozent. Doch gerade diese kleinen, häufig tiefer liegenden Tumore werden bei der in Deutschland üblichen Früherkennungsmethode häufig übersehen.
Hier zu Lande zählt bisher lediglich die Abtastung der Prostata zur gesetzlich garantierten Krebsvorsorge, die Kosten trägt die Krankenkasse. Anders in den USA. Dort wurde die Früherkennung durch eine Blutuntersuchung ergänzt. Mit Erfolg: Nach ersten Schätzungen ist die Zahl der Todesfälle durch Prostatakrebs allein im vergangenen Jahr um rund 25 Prozent gesunken.
Das Prostata-Spezifische-Antigen (PSA) ist ein Eiweißstoff, der bei verschiedenen Erkrankungen der Prostata vermehrt ins Blut abgegeben wird. PSA ist jedoch nicht gleich PSA. Gemessen wird meist das so genannte totale PSA (tPSA). Es setzt sich zusammen aus dem gebundenen oder komplexierten PSA (cPSA) und einem freien Teil (fPSA). Freies PSA wird in erster Linie bei gutartigen Erkrankungen der Prostata vermehrt ausgeschüttet. Das cPSA ist dagegen vor allem bei Prostatakarzinomen erhöht.
Bayer HealthCare bietet seit kurzem auch einen Bluttest an, der ausschließlich das cPSA erfasst. Selbst kleinste Konzentrationen weist er zuverlässig nach. Erhöhte Werte deuten mit höherer Sicherheit als bei tPSA auf ein Karzinom hin - auch dann, wenn die Tastuntersuchung keine Hinweise ergab. In diesem Fall empfiehlt der Urologe zur abschließenden Klärung in der Regel eine Gewebeuntersuchung. Die Anzahl der falsch-positiven Ergebnisse ist mit cPSA deutlich geringer als mit tPSA. Damit steht eine Methode zur Früherkennung von Prostata-Karzinomen zur Verfügung, die empfindlicher und genauer ist als bisher übliche Verfahren. Dies wurde in mehreren klinischen Studien bestätigt.
Die Deutsche Gesellschaft für Urologie DGU empfiehlt die jährliche Krebsvorsorge Männern ab dem 50. Lebensjahr. Sofern eine familiäre Belastung vorliege, solle die Früherkennung bereits mit 45 Jahren einsetzen. Wer in Deutschland die Messung des cPSA-Wertes wünscht, erfährt Einzelheiten vom Urologen. Die Kosten liegen bei rund 20 Euro. Liegt allerdings ein positiver Tastbefund vor, dann übernehmen die Kassen die Kosten der Blutuntersuchung auf PSA.
Zukunftsgerichtete Aussagen







