(openPR) Das 22. Internationale filmfest Braunschweig präsentiert in seiner Reihe „Musik und Film“ zwei Konzerte, eine Music Master Class und eine Werkschau des britischen Komponisten Michael Nyman.
Michael Nyman gehört zu den angesehensten und erfolgreichsten Komponisten unserer Zeit. Mit seinem Score zu „Der Kontrakt des Zeichners“ feierte er 1982 seinen ersten großen Erfolg. Es war der Beginn einer langjährigen Zusammenarbeit mit Regisseur Peter Greenaway und der Grundstein für seinen Ruf als herausragender Filmkomponist. 1992 machte ihn seine Musik zu Jane Campions Film „Das Piano“ schlagartig berühmt.
Auf dem 22. Internationalen filmfest Braunschweig (4.-9. November) präsentiert Nyman seine Musik zu Dziga Vertovs „Man with a movie camera“. Den russischen Stummfilmklassiker aus dem Jahr 1929 begleitet das Braunschweiger Staatsorchester. Das Konzert findet am Donnerstag, 6. November im Großen Haus des Staatstheaters statt.
In einem weiteren Solokonzert stehen der amerikanische Dokumentar-Kurzfilm „Manhatta“ von Paul Strand und Charles Sheeler aus dem Jahr 1921 und Jean Vigos satirisches Stadtporträt „Apropos de Nice“ von 1930 auf dem Programm. Zudem wird Nyman Auszüge seiner besten Filmkompositionen aufführen.
Natürlich darf eine filmmusikalische Retrospektive des 64jährigen nicht fehlen. Das filmfest zeigt Greenaways „Der Kontrakt des Zeichners“, „Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber“, „Ein Z und zwei Nullen“, Michael Winterbottoms „The Claim“ und „Wonderland“ sowie Jane Campions „Das Piano“, dessen Soundtrack sich weltweit mehr als drei Millionen mal verkaufte.
In einer Deutschland-Premiere präsentiert das filmfest einen von Nymans neuesten Filme, das Melodrama „Never Forever“ der koreanischen Regisseurin Gina Kim.
In einer „Music Master Class“ wird Michael Nyman dem Journalisten und Filmmusikexperten Siegfried Tesche Rede und Antwort stehen und dem Publikum Einblicke in seine Arbeits- und Kompositionsweise gewähren.
Die Termine:
06.11. „Man with a movie camera“, Großes Haus des Staatstheaters Braunschweig
06.11. „Music Master Class“, Cinemaxx Branschweig
07.11. „Manhatta“, „Apropos de Nice“ und weitere Stücke, Kleines Haus des Staatstheaters Braunschweig
Filmfest Braunschweig
Hochstraße 21
38102 Braunschweig
0531-75597

Über das Unternehmen
Das Internationale filmfest Braunschweig, 1986 von einem Duzend Kino-Enthusiasten gegründet, ist das älteste Filmfestival Niedersachsens. Alljährlich Anfang November zeigt das Publikumsfestival ca. 170 kurze und lange Filme aller Sparten und Genres für zuletzt 22.000 Besucher. Erstaufführungen, internationale Highlights, Werkschauen und Portraits geben Publikum und Presse auf sechs Leinwänden Raum für Entdeckungen. Der Schwerpunkt des Programms liegt auf aktuellen europäischen Produktionen.
Mit der Reihe „Film & Musik“ lenkt das filmfest seit 2002 den Blick auf einen lange vernachlässigten Aspekt der Filmkultur. In ausführlichen Retrospektiven stellt das filmfest das Werk bekannter Filmkomponisten vor. In der „Music Master Class“ erklären die Komponisten ihre Arbeitsweise anhand ausgewählter Beispiele. Zur Reihe gehören auch Stummfilmkonzerte in Kooperation mit dem Staatsorchester Braunschweig, oftmals musikalische Erstaufführungen.
In weiteren Reihen präsentiert das filmfest internationale Arthousefilme im „Neuen internationalen Kino“, die neueste einheimischen Produktionen in der Reihe „Neue deutsche Filme“, zahlreiche Kurzfilme, das Porträt eines Absolventen/einer Absolventin der HbK Filmklasse sowie ein Programm in Kooperation mit der niedersächsischen Partnerregion Haute-Normandie.
Auf dem Internationalen filmfest Braunschweig werden vier Preise im Wert von 25.000 Euro vergeben:
1. Mit dem europäischen Schauspielpreis „Die Europa“ zeichnet das Internationale filmfest Braunschweig seit 2007 einen Schauspieler/eine Schauspielerin aus, der/die sich durch herausragende künstlerische Leistungen um die europäische Filmkultur verdient gemacht hat. Der Preis umfasst neben der Statue „Die Europa“ ein Preisgeld von 10.000 Euro, gestiftet vom filmfest Hauptsponsor Volkswagen Financial Services AG.
2. Junges europäisches Kino auf hohem Niveau, das sind die charakteristischen Eigenschaften des 1999 ins Leben gerufenen Publikumspreises „Der Heinrich“. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung für Debüt- und Zweitwerke europäischer Regisseure und Regisseurinnen stiftet die Volkswagen Financial Services AG. „Der Heinrich“ geht zu gleichen Teilen an die Regie und den Verleih bzw. die Produktion, um den Film in Deutschland in die Kinos zu bringen.
3. Seit 2003 vergibt das Internationale filmfest den „Leo“, den Preis für die beste Verbindung von Bild und Ton bei einem Kurzfilm. Der „Leo“ wird von einer Fachjury aus Filmkomponisten und Journalisten verliehen. Das Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro geht zu gleichen Teilen an die Regie des Films und an die Komposition der Filmmusik. Der „Leo“ wird gefördert von der Stiftung Braunschweiger Land.
4. Mit dem deutsch-französischen Jugend-Filmpreis KINEMA zeichnet eine Jugendjury den besten deutsch- und französischsprachigen Debüt- bzw. Zweitfilm aus. Der Preis, benannt nach dem gleichnamigen filmkulturellen Austausch zwischen dem Land Niedersachsen und der Region Haute-Normandie, besteht aus einer 35mm-Einzelserienkopie mit deutschen bzw. französischen Untertiteln für den Festival- und Kinoeinsatz im anderen Land.
Der Wettbewerb wird unterstützt vom Land Niedersachsen, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk, TV5Monde, der Region Haute-Normandie, der Filmstiftung Pôle Image Haute-Normandie und der Académie Rouen. Patin des Preises ist die Schauspielerin Hanna Schygulla, die Schirmherrschaft hat der deutsch-französische Kulturrat inne.