(openPR) LEIPZIG (Ceto). – Rohöl und dessen Produkte zeigten sich, wie schon am Vortag, in den Morgenstunden deutlich niedriger aufgrund anhaltender Nachfragesorgen und der Feststellung, dass Tropensturm Edouard keine nennenswerten Ausfälle im Bereich der Ölanlagen verursacht hatte. Außerdem erfolgte weiterhin eine Wanderung des spekulativen Anlagekapitals aus dem Ölbereich in den Aktiensektor. Auch die jüngsten Ergebnisse der Reuters-Befragung zu den Ölbestandsveränderungen, die für heute Nachmittag erwartet werden, drückten auf das Preisniveau.
Dem nicht unerwartet schwachen Früh-Handel folgte bis zum Mittag ein leichter Anstieg und die Notierungen an ICE und NYMEX zeigten sich zeitweise deutlich im Plus. Gründe waren die Meldung über eine Pipeline-Explosion in der Türkei, über die irakisches Öl aus den Fördergebiet Baku zum türkischen Ölverladehafen Ceyhan gepumpt wird. Ursachen für die Explosion sind nicht bekannt und die Verpumpungen wurden gestoppt. Ferner zeichnen sich im Atomstreit mit Teheran weitere Iran-Sanktionen ab, nachdem bisher keine klare Antwort aus Teheran auf ein Anreizpaket der 5 UN-Sicherheitsratsmitglieder und Deutschlands für den Verzicht Irans auf die Urananreicherung angeboten worden war. Heute wollen die politischen Direktoren aus den Außenministerien der Großmächte darüber telefonisch beraten.
Bis zum frühen Nachmittag unterlagen die Notierungen dann immer wieder leichten Schwankungen, bewegten sich dabei aber immer um den Vortagesschlusswert von etwas knapp über 119 Dollar pro Barrel.
Auch der deutsche Heizölmarkt profitierte in seiner Entwicklung heute erneut von den vergleichsweise günstigeren Rohölpreisen. Brennstoffspiegel und mineralölrundschau ermittelte ein Minus gegenüber Montag in Höhe von rund 0,80 Euro pro 100 Liter. Dabei fiel der Bundesdurchschnittspreis erstmals seit Anfang Mai diesen Jahres unter die Marke von 87 Euro pro 100 Liter und die Differenz zum letzten Jahreshoch beim Kauf einer 3000 Literpartie stieg weiter an (zurzeit mehr als 300 Euro).
Die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten.
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