(openPR) MIDGE-basierte Impfstoffe und Therapeutika
Berlin, 20. November 2002 - Im dritten Quartal konnte ein führendes amerikanisches Pharmaunternehmen, mit dem Vertraulichkeit vereinbart wurde, als Partner für die Durchführung einer Machbarkeitsstudie für die Entwicklung eines veterinärmedizinischen Impfstoffes gewonnen werden. Dies ist ein bedeutsamer Erfolg, da sich in 2003 aus der Zusammenarbeit eine Lizenzvereinbarung ergeben kann.
Mologen ist es gelungen, weitere überzeugende Daten für die Stärke ihrer Technologie und Projekte vorzulegen, dennoch ziehen sich die Verhandlungen mit möglichen Lizenzpartner länger hin als von uns erwartet. Das in der im Frühjahr vorgestellten Planung erklärte Ziel war es, bereits im zweiten Halbjahr 2002 einige der innovativen Entwicklungen der Mologen im Bereich veterinärmedizinischer Impfstoffe und therapeutischer humaner Impfstoffe zu lizenzieren. Aus heutiger Sicht müssen wir davon ausgehen, dies erst im nächsten Jahr zu erreichen.
In unserer Kooperation mit der Schering AG auf dem Gebiet der Zelltherapie liegen die Daten nun vor und werden gemeinsam ausgewertet. Die Auswertung der klinischen Studie der Phase II/III zum Darmkrebs, in der unter Leitung des Universitätsklinikums Köln und in Kooperation mit Aventis Mologen-Technologie eingesetzt wurde, haben wir von den Verantwortlichen noch nicht erhalten.
Erfolgreiche spanische Tochtergesellschaft
Die spanische 100% - Tochtergesellschaft der Mologen Holding AG, Mologen Molecular Medicines S.L., Madrid, (MMM) hat den Forschungsauftrag mit einem Gesamtvolumen von ca. Euro 450.000 weitgehend erfolgreich abgearbeitet. Unser Auftraggeber hat uns weitere Aufträge in ähnlicher Größenordnung in Aussicht gestellt. Gleichzeitig werden wichtige und komplexe wissenschaftliche Arbeitsschritte zur Weiterentwicklung der MIDGE-Technologie von MMM nicht nur durchgeführt, sondern zunehmend auch konzipiert und in Eigenverantwortung umgesetzt.
Bioinformatik wird durch Marketing Partner vertrieben
Die Vermarktung der Software BioConstructor, die mit modernster Client/Server Technologie für transparentes und optimiertes Molecular Cloning sorgt, soll über qualifizierte Marketing-Partner an den relevanten Kundenkreis herangetragen werden. Im dritten Quartal wurden die Verhandlungen mit möglichen Vertriebspartnern fortgesetzt.
bcd GmbH hat weitere Kapitalerhöhung beschlossen
Die Geschäftsentwicklung bei der bcd ist in Bezug auf den Auftragseingang trotz eines zunehmend rauen Geschäftsumfelds weiterhin positiv, jedoch konnte im dritten Quartal noch keine positives operatives Geschäftsergebnis erreicht werden. Aus diesem Grunde wurde eine weitere Kapitalerhöhung erforderlich, an der die Mologen nicht teilgenommen hat, da wir im Rahmen unserer Kostenkontrolle den selbst gesteckten Finanzierungsrahmen bei diesem Engagement nicht überschreiten wollen. Es ist der bcd gelungen, neue Investoren zu gewinnen, wie auch im Kreise der bisherigen Gesellschafter Interessenten für die Übernahme der frei werdenden Tranche bei der Kapitalerhöhung zu gewinnen. Die entsprechenden Gesellschafterbeschlüsse wurden bereits notariell beurkundet. Die Beteiligung der Mologen wird sich nach Durchführung dieser Kapitalerhöhung auf 28% reduzieren. Damit liegt diese künftig unter der Konsolidierungsgrenze. Im Zahlenwerk zum 30. 9. 2002 ist die bcd noch voll konsolidiert.
Kostensenkungsmaßnahmen
Im Lichte der langsamer als erwartet verlaufenden Verhandlungen mit Pharmapartnern hat das Management der Mologen im Verlauf des zweiten Quartals eine strikte Kostenüberprüfung und Kostenanpassung durchgeführt. Die beschlossenen Maßnahmen wurden im dritten Quartal erfolgreich umgesetzt. Ziel ist die Verringerung der laufenden Ausgaben (cash burn rate). Die Effekte werden ab dem 4. Quartal voll wirksam und führen dazu, dass der Mittelabfluss um ca. 20% auf ungefähr 0,9 Mio. EUR pro Quartal sinkt.
Wie letzte Woche bekannt gegeben, soll die kurzfristige Verschmelzung der Mologen GmbH und der Soft Gene GmbH auf die Mologen Holding AG durchgeführt werden, um weitere Kosteneinsparungen zu realisieren und trotz der durch die Regierung geplanten steuerlichen Änderungen die steuerlichen Verlustvorträge zu erhalten.
Ausblick für das Gesamtjahr
Wir müssen derzeit davon ausgehen, im Jahr 2002 Umsatzerlöse in Höhe von 0,9 Mio. EUR zu erzielen und damit die geplanten Umsatzerlöse von 2,9 Mio. EUR zu verfehlen. Auf Grund der konsequenten Kosteneinsparungen wird der EBIT voraussichtlich nur 11% schlechter als geplant bei voraussichtlich ca. –5 Mio. EUR liegen.
Der Finanzmittelbestand zum Jahresende wird ca. 4 Mio. EUR betragen. Vor dem Hintergrund einer geplanten Brutto Burn Rate von 0,9 Mio. Euro und der für das kommende Jahr erwarteten Umsätze ist trotz zeitlicher Verschiebungen in der Umsatzplanung die Liquidität der Gruppe gesichert.
Abschlusszahlen per 30. 9. 2002
Gewinn- und Verlustrechnung
Das EBIT von Euro – 3,8 Mio. hat sich gegenüber dem Vorjahr zum einen wegen der gestiegenen durchschnittlichen Mitarbeiterzahl und dem dadurch bedingten erhöhten Personalaufwand verschlechtert. Im vierten Quartal werden die Kostensenkungsmaßnahmen greifen, da sich die Mitarbeiterzahl voraussichtlich von 64 zum 30.9.2002 auf 58 zum Jahresende verringern wird.
Zum anderen ist der Materialaufwand gegenüber der Vergleichsperiode um TEUR 457 oder 54 % gestiegen. Dies ist auch auf den Materialeinsatz zur Abwicklung des oben beschriebenen Auftrags bei der MMM zurückzuführen.
Bilanz zum 30. September 2002
Während das Anlagevermögen weitgehend unverändert geblieben ist, hat sich das Umlaufvermögen wie auch das Eigenkapital im Vergleich zum Vorjahr planmäßig reduziert. Die Eigenkapitalquote beträgt 79% (Vergleichsperiode: 86%).
Kapitalflussrechnung
Der Liquiditätsabfluss in den ersten neun Monaten 2002 liegt leicht unter dem der Vergleichsperiode. Unter Berücksichtigung der eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen wird der Mittelabfluss für das Gesamtjahr 2002 voraussichtlich niedriger als in 2001 sein.
Allgemeine Angaben
Der Abschluss für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2002 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) erstellt worden. Der Bericht ist nicht geprüft. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Grundsätze der Konsolidierung sind im Vergleich zum Konzernabschluss per 31.12.2001 unverändert. Die Mologen Holding AG und ihre Tochtergesellschaften haben im Berichtszeitraum keine eigenen Aktien gehalten. Die Mologen Holding AG ist im Berichtszeitraum eine Vertragserfüllungsbürgschaft in Höhe von Euro 0,3 Mio. eingegangen. In Folge der Ausübung von Optionsrechten sind im Berichtszeitraum 18.710 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft ausgegeben worden. Das Grundkapital beträgt damit Euro 4.980.331,00, die Anzahl der ausgegebenen Aktien 4.980.331. Auf Grundlage des Konzernabschlusses errechnet sich für den Zeitraum vom 1.1.2002 bis 30.9.2002 ein Ergebnis pro Aktie von Euro –0,71 pro Aktie (Vergleichsperiode Euro - 0,57).





