(openPR) München, 29. Juli 2008. “An der Zugspitze hat man etwas veranstaltet, was da nicht hingehört.” Im Interview mit dem Internet-Portal MONTE (monte-welt.com) spricht Reinhold Messner kritisch über so manche Auswüchse in den Bergen. Beispielsweise über die „Bergläufe“, die gerade nach dem Unglück auf Deutschlands höchstem Berg die Schlagzeilen bestimmt haben. Diese „blinden Wettläufe“ sind nach Messners Meinung zu gefährlich, um sie als Sportevent für jedermann zugänglich zu machen. Der Alpinist plädiert dafür, sich beim Bergsteigen wieder auf traditionelle Werte wie Ruhe, Entschleunigung, Erhabenheit und Größe zu besinnen und warnt davor, leichtsinnig und unvorbereitet Touren zu gehen: „Diese Aggression, diese Hektik, die aufkommt, wenn die Leute da raufrennen: Das ist Stadtkultur, aber das gehört nicht auf den Berg.“
Auch die gestiegene Risikobereitschaft vieler Bergsteiger gibt Reinhold Messner zu denken: “Leider hat das Handy viele Leute dazu gebracht zu sagen: Kein Problem, wenn das Wetter es notwendig macht, lassen wir uns einfach rausfliegen.” Viele, so der berühmte Bergsteiger, würden schon anrufen, “wenn sie mit einem Fuß in eine Spalte treten und sich nicht mehr weiter trauen”. Messner: “Früher konnte man um Hilfe rufen, mehr nicht. Deswegen ist man auch weniger an Grenzen gegangen und hat es gar nicht geschehen lassen, nicht mehr runter zu kommen.” Sein Fazit: „Die Berge verkommen zu einem Aktionsraum für irgendwelche Shows, aber dafür eignen sie sich nicht.“
Das vollständige Interview mit Reinhold Messner gibt es unter http://www.monte-welt.com.













