(openPR) Neue Arbeiten von Brian Horton und Jason Shawn Alexander ab dem 15. August. Die Zwei-Mann Show der beiden amerikanischen Künstler trägt den Titel Oroborus und erforscht die zyklischen Abläufe des Lebens. Vernissage in der Boxhagenerstrasse 36 ab 19:00 Uhr.
Brian Horton, der zuletzt im Februar mit dem Scars Contest in Berlin für Aufsehen sorgte, kommt im August mit neuen Arbeiten zurück nach Deutschland. Mit ihm zusammen stellt der ebenfalls in L.A. wohnhafte Künstler Jason Shawn Alexander zum ersten Mal in Deutschland aus, der in den USA unter anderem für seine Illustrationen für Warner Brothers und andere in Hollywood ansässige Firmen bekannt ist.
Oroborus, das Bild der Schlange, die ihren eigenen Schwanz frisst, ist ein altes Symbol mit universaler Bedeutung. Manchmal auch mit einem Drachen statt einer Schlange dargestellt, findet es sich in Abwandlung in fast allen Kulturen und Zivilisationen. Das Symbol mit den sich im Kreis der Unendlichkeit befindlichen Gegensätzen – Geburt und Tod, Schöpfung und Zerstörung, Aufstieg und Niedergang, Anfang und Ende – steht für den zyklischen Ablauf und die Vergänglichkeit des Lebens.
In seinen neuen Arbeiten benutzt Brian Horton Sinnbilder, die den Kreis der Wiederkehr menschlicher Erfahrung repräsentieren. „Gold is the Metal" basiert thematisch und kompositorisch auf der Goldenen Spirale, einer Form, wie sie in fast perfekter Genauigkeit auch in der Natur vorkommt und die das mathematische Gegenstück zu Phi oder der Unendlichkeit darstellt.
Während es in Hortons Scars Ausstellung in der Strychnin Gallery darum ging, Wahrheiten mit universeller Bedeutung durch individuelle Erfahrung und Identität zu finden, verwischt Oroborus die Unterschiede zwischen der inneren und äußeren Welt und beschäftigt sich mit dem Mensch-Sein auf einer höheren Ebene: es lässt die Erfahrungen und kulturellen Unterschiede, die uns beeinflusse außen vor und will aus dem, was dann bleibt, fundamentale Wahrheiten über unsere Existenz erfahrbar machen.
Jedes von Hortons Bildern ist nach einem Lied der Band „Coil“ benannt, einer britischen Industrialband der frühen 1980er, die sich sehr für Konzepte wie dieses interessiert haben.
Zusammen mit Brian Horton wird erstmals in Deutschland auch Jason Shawn Alexander ausstellen, der in einer kleinen Stadt in Tennessee aufwuchs, wo die Leute zumeist ehrlich, aufrichtig und bodenständig waren. Inzwischen wohnhaft in Los Angeles, sind es doch immer noch diese Erfahrungen, die Alexander und seine Arbeit bis heute nachhaltig geprägt haben.
Jason Shawn Alexander, der keine formelle Ausbildung genossen hat, kann bis heute mit Kunstfachsprache oder mit Begriffen, die auf „Ismus“ enden, kaum etwas anfangen. Die Dinge, die ihm an seiner Arbeit wichtig sind, sind Ehrlichkeit und Gefühl, und er möchte mit seinen Arbeiten die Betrachter nicht nur zum Denken, sondern auch zum Fühlen bringen und sie im Innern berühren.
Vielleicht am ehesten mit gutem Blues zu vergleichen (dessen er ein großer Fan ist), beschäftigten sich Jason Shawn Alexanders Werke oft mit der dunklen Seite des Lebens. Die Protagonisten seiner Werke befinden sich oft in einem Zustand zwischen Schmerz und Sorge; die eigentliche Aussage jedoch ist jedoch die des Überlebens und Bestehens, die der Hoffnung.
Jason Shawn Alexander hat für Warner Brothers, Hasboro, White Wolf Inc., und Dalmatian Press als Illustrator gearbeitet. Er wurde mit der Silbermedaille der Society of illustrators-Los Angeles ausgezeichnet und für seine Illustrationen für zwei Eisner Awards nominiert.
Vernissage: 15. August ab 19:00 Uhr
Dauer: 15. August – 7. September 2008
Öffnungszeiten: Do- So von 13:00 bis 18:00 Uhr; Sa bis 19:00 Uhr












