(openPR) Vier junge Leute aus Oberhavel haben bereits ihren Ausbildungsvertrag zum 01. September bei der KFL GmbH Löwenberg in der Tasche. Bis auf Christian Fischer aus Schmachtenhagen kommen die anderen aus dem Norden des Landkreises. Sie wollen Kfz-Mechatroniker, Industriemechaniker sowie Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik werden. Ein Fünfter, der über das ZAH-Zukunftsbündnis Aus- und Weiterbildung im Handwerk e.V. der Handwerkskammer Potsdam seinen Ausbildungsvertrag erhalten wird, verstärkt dann als zukünftiger Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik das KFL-Nachwuchsteam. Das besteht ab 1.September nunmehr aus insgesamt 11 jungen Auszubildenden, die nach und nach ihre Lehre beenden. Der Dollgower Benjamin Schuster, der im Februar dieses Jahres als Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik ausgelernt hat, ist von der KFL GmbH mit festem Arbeitsverhältnis übernommen worden. Er gehört damit zu den acht Fachleuten, die sich seit 1994 von den bisher insgesamt 36 ausgebildeten jungen Leuten über eine interessante berufliche Zukunft bei dem landwirtschaftlichen Dienstleister freuen können. Diese Tendenz ist steigend, denn auch das langjährige Mitarbeiterteam der KFL GmbH kommt so ziemlich zeitgleich „in die Jahre“. 40 Prozent der Belegschaft sind zwischen 45 und 54 Jahre alt und 17 Prozent zwischen 55 und 60. KFL-Chef Ulf-Peter Degebrodt steuert deshalb seit über 14 Jahren mit einer bewusst gewählten Nachwuchsstrategie gegen die Auswirkungen der demografischen Entwicklung an. Dafür scheut er sich auch nicht, mit zusätzlichen Arbeitsplätzen junge Leute auf ihre neue Aufgabe vorzubereiten. Ein Beispiel: Der 48-jährige Rainer Hannemann ist seit 17 Jahren gemeinsam mit einem Kollegen für den Melkanlagenservice zuständig. Das bedeutet, dass beide Monteure im 24-Stunden-Rotationsverfahren das ganze Jahr über täglich einsatzbereit sein müssen. Degebrodt weiß, dass da bei den über Fünfzigjährigen die körperliche Konstitution leidet. Deshalb stellt er Sohn Jens als Auszubildender an die Seite des erfahrenen Vaters Rainer Hannemann. Jens Hannemann bereitet sich vom ersten Ausbildungstag darauf vor, sich nach Lehrabschluss als Mechaniker für Land- und Baumaschinentechnik mit betriebesinternen Weiterbildungen auf den Melkservice zu spezialisieren. Dafür nämlich gibt es keinen Ausbildungsberuf.
KFL-Geschäftsführer Ulf-Peter Degebrodt geht davon aus, dass sich diese Investition auf jeden Fall lohnt, „denn Milchbauern wird es trotz Marktschwankungen auch zukünftig geben müssen“.











