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SALZBURG - "FESTSPIELE" DER ZEITGENÖSSISCHEN KUNST

23.07.200812:59 UhrKunst & Kultur

(openPR) "Kunstzone Ruzicska": Im sommerlichen Festspiel-Salzburg wartet der Galerist Nikolaus Ruzicska vom 25. Juli bis 30. August gleich mit zwei fulminanten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst auf: Die russische Künstlergruppe AES+F, Shooting Stars der letztjährigen Venedig-Biennale zeigen in der Max Gandolph Bibliothek den gesamten Zyklus "Last Riot 2".


Parallel dazu vereint die Ausstellung “FIAT LUX” mit Jenny Holzer, Brigitte Kowanz, Francois Molellet, Maurizio Nannucci, Keith Sonnier, James Turrell und Richard Long in der Galerie Nikolaus Ruzicska erstmals sechs der weltweit anerkannten Pionierinnen und Pioniere der internationalen Lichtkunst mit neuen und bedeutenden Werken.

AES+F

Bereits 2005 wurde AES+F in Ruzicskas damals noch jungen Galerie eine Einzelausstellung gewidmet. Nicht zuletzt durch ihre Beteiligung an der Biennale von Venedig 2007, wo ihr Video „Last Riot“ im russischen Pavillon mit grossem Erfolg gezeigt wurde, sind AES+F zwischenzeitlich zu viel beachteten Vertretern der jungen russischen Kunst im internationalen Ausstellungsgeschehen geworden.

Der Zyklus „Last Riot 2“ besteht aus virtuos komponierten digitalen Collagen auf Leinwand, die einem Hollywoodfilm ebenso wie einem Videospiel entstammen könnten. Attraktive Jugendliche bekämpfen sich in computergenerierten, postapokalyptischen Landschaften mit Samuraischwertern und Baseballschlägern. Die Figurengruppen folgen klassischen Kompositionsmustern und gemahnen an Caravaggio ebenso wie an stalinistisch geprägte Sowjetmalerei. Die perfekt gestaltete virtuelle Welt des „Last Riot“ verbindet westliche mit östlichen Kulturen und ideell Gegensätzliches wie Kriegsgerät mit lieblich blühender Vegetation. Die Ausstellung in der Max Gandolph Bibliothek zeigt den gesamten Zyklus „Last Riot 2“: das Video, die 25 in Digitaldruck auf Leinwand übertragenen Bildcollagen, drei Skulpturengruppen aus emailliertem Aluminium und elf digitale Skizzen auf Papier. Ergänzend ist die 6m hohe Monumentalskulptur „First Rider“ aus schwarz lackiertem Fiberglas auf dem Platz vor der Galerie in der Faistauergasse ausgestellt.

„FIAT LUX“

Das Œuvre der US-Amerikanerin Jenny Holzer (*1950) zeichnet sich durch prägnant-provokative Textbotschaften aus. „Four Corners: Truisms, Living“ sind vier blaue, horizontal übereinander angeordnete LED-Bänder in rechteckigen Edelstahlgehäusen, welche die Künstlerin in einer Raumecke installiert. Das Werk basiert auf einer Auswahl ihrer ebenso legendären wie provokanten Lebensweisheiten, den „Truisms“. Ein weiteres Hauptwerk der Künstlerin, „Torso“, besteht aus zehn halbkreisförmigen, vertikal übereinander gestapelten LED-Bändern in rot, blau und weiß. Ursprünglich im Internet veröffentlichte Dokumente des amerikanischen Geheimdienstes aus der Zeit des Irakkriegs illustrieren die Problematik individuellen menschlichen Handelns und Leidens gegenüber der Mechanik der Politik und des Krieges.

Die differenzierte Anwendung von Sprache zeichnet auch das Werk der Österreicherin Brigitte Kowanz (*1957) aus. Spiegel, Glas und die Handschrift der Künstlerin in weissem Neon kreieren imaginäre, sich virtuell in die Unendlichkeit fortsetzende künstlerische Räume. Bedeutungsvoller Gehalt der sprachlichen Elemente und bildlich-künstlerische Ausführung der Objekte ergänzen und überlagern sich. Neben „ad infinitum“, einem auf dem Boden stehenden fünfseitigen Objekt, das an einen Kristall erinnert, zeigt Brigitte Kowanz mit „brightness“, „remoteness“ und „vision“ drei Vitrinen aus Glas, Neon und Aluminium, die ähnlich wie klassische Gemälde wandbezogene Objekte darstellen.

Der älteste Teilnehmer von FIAT LUX ist der Franzose François Morellet (*1926), in dessen Werken sich konkrete Malerei und minimalistische Lichtelemente virtuos miteinander verbinden. Diese betonen in zwei der ausgestellten Werke das strenge Quadrat der Leinwand als Bildträger. In „4 à 4 n°3“ hingegen, das ebenfalls auf einem Quadrat basiert, und dem von einer Kreisform ausgehenden „Lunatique neonly – 16 quarts de cercle n° 6“ greifen die Lichtelemente zwar die geometrischen Grundformen der jeweiligen Bildträger (eben Quadrat oder Kreis) auf, brechen aber aus deren strengen Geometrien aus.

Der Italiener Maurizio Nannucci (*1939) arbeitet mit einprägsam-prägnanten Sentenzen, die eine Reflexion über das Verhältnis von Sprache, Schrift und Botschaft darstellen. Die Aufforderung „LISTEN TO YOUR EYES“, die als 350 cm hohe Stele in pinken Neonbuchstaben vertikal von unten nach oben zu lesen ist, wird durch ihre bildliche Präsentation zu einem selbstständigen künstlerischen Ausdruck, der Inhaltlich-Assoziatives mit künstlerischer Form verbindet.

Der „Ballroom Chandelier“ von Keith Sonnier (*1941) wiederum ist ein riesiger Lüster aus einem Gewirr gerader und geschwungener, weißer und farbiger Neonröhren. Das frei im Raum schwebende Objekt des US-Amerikaners, dessen Werk sich durch Vielfalt der eingesetzten Materialien sowie durch formale und thematische Komplexität auszeichnet, ist abstrakte Komposition und Lichtobjekt zugleich. Sonnier verbindet Chaos und Ordnung miteinander, weißes und farbiges Licht werden als raumbildende Elemente greifbar.

„Squat, Red“ des US-Amerikaners James Turrell (*1943) schließlich ist eine meditativ-kontemplative Lichtprojektion. Das Medium Licht wird für den Betrachter beinahe physisch greifbar. Mit den Grenzen menschlicher Wahrnehmung spielend lässt Turrells Werk den Betrachter in einen geheimnisvollen Lichtraum eintauchen, in dem das Licht intensive, dreidimensionale Qualität annimmt.

Die scheinbare Leichtigkeit des Lichts – die „seeming lightness of light“ – wird in FIAT LUX mit einer dreieckigen skulpturalen Installation aus braunem Urgestein des bedeutenden britischen Land Art-Künstlers Richard Long (*1945) relativiert, geerdet und in Frage gestellt.

GALERIE NIKOLAUS RUZICSKA
FAISTAUERGASSE 12
5020 SALZBURG

MO – SA 10.00 h – 18.00 h

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