(openPR) Viele Baumarten leiden immer häufiger unter den Wetterextremen
Kahle Äste, schütteres Laub: In Parks und Gärten nimmt die Zahl an kranken oder sterbenden Bäumen immer mehr zu. Die Ursachen erklärt Thomas Herdt, Diplom-Forstwirt und Sachverständiger für Gehölze, im Interview mit MEIN SCHÖNER GARTEN: „Die Schäden werden hauptsächlich durch Stress und Trockenheit verursacht, denn in den vergangenen Jahren gab es eine ganze Reihe von gravierenden Dürrephasen, zum Teil gefolgt von Nässeperioden. Bäume reagieren dabei meist um ein bis zwei Vegetationsperioden verzögert auf extreme Ereignisse. Ist der Boden zu trocken, sterben viele Feinwurzeln ab. Das beeinträchtigt den Baum in seiner Vitalität und seinem Wachstum. Zugleich verringert sich auch die Resistenz gegenüber Schädlingen und Krankheiten.“
Doch die für Gehölze ungünstige Witterung der vergangenen Jahre ist umgekehrt günstig für Schadenserreger wie Insekten und Pilze. Diese hätten sich zum Teil explosionsartig vermehrt. „Wir beobachten auch, dass manche Schadenserreger ihr typisches Wirtsspektrum verlassen haben und nun auch Arten befallen, die von ihnen bisher verschont wurden. Auch neue Schadenserreger treten auf, die sich erst durch die veränderten Klimabedingungen bei uns etablieren konnten. Wir haben also einen Zusammenhang zwischen Witterungsextremen, Vitalitätsschäden und einer Zunahme von Schadenserregern“ so Herdt.
Was tun, wenn Bäume im Garten kränkeln? “Am besten man versucht das Wurzelwachstum mit speziellen Präparaten zu stimulieren. Wenn möglich sollte bei Trockenperioden gewässert werden. Doch Pflanzenschutzmittel und Dünger sollten die Ausnahme sein.“
Das komplette Interview sowie weitere Informationen zum Thema Vitalitätsschäden bei Bäumen gibt es in der aktuellen Ausgabe von MEIN SCHÖNER GARTEN. Weiterhin können Sie sich unter www.mein-schoener-garten.de/klimaforum mit der Garten-Community über „grüne“ Themen und dem Klimawandel im Garten aus-tauschen.












