(openPR) Presse-Rubriken im Internet weisen erhebliche Mängel auf. Die netaspect GmbH hat die Pressebereiche von Firmen-Websites untersucht. Der Grund: Pressefächer im Web werden immer bedeutsamer für die erfolgreiche Medien-Präsenz. Die Studie zeigt bedeutende Schwächen auf. Sie bescheinigt den Presse-Bereichen im Web nur eine schlechte Qualität. Inhalte, Nutzen und Mehrwerte sind unzureichend.
Journalisten wollen hochwertige Presserubriken auf Websites
Journalisten wollen jederzeit schnell und einfach auf Presse-Materialien zugreifen. Die Studie „Online-Pressebereiche“ untersuchte deshalb vierzehn Schlüsselkriterien zu Gebrauchs-, Nutz- und Mehrwerten von acht deutschsprachigen Unternehmens-Presse-Bereichen aus den Branchen: Banken, Software, Elektronik und Unterhaltung. Die Experten kritisieren, dass die Presse-Rubriken schlecht auf den Homepages zu finden sind. Zudem sind die Inhalte häufig unübersichtlich. Außerdem fehlen brauchbare Presse-Texte.
Geringer Nutzen und schwache Mehrwerte
Die Ergebnisse bescheinigen den Presse-Bereichen im Internet nur eine mittelmäßige Qualität. Vor allem die Nutzwerte waren schlecht. So konnten die Experten kein einziges vorbildliches Presse-Archiv finden. Wenn ein Presse-Archiv vorhanden war, fehlte zumeist die Suchfunktion. Ebenfalls schwach zeigte sich das Angebot von Mehrwerten, beispielsweise bot kein Unternehmen für die Presse ein Callback-Formular an.
Fachinformationen fehlen
Gerade Fachinformationen sind für journalistisches Arbeiten von großer Bedeutung. Allerdings gab es nur auf zwei von acht untersuchten Pressebereichen solche Informationen in ausreichendem Maß. Auch Informationen über das Unternehmen waren kaum zu finden. Bessere Noten erhielten die Aktualität der Pressemeldungen und die Kontakt-Daten zu den Ansprechpartnern für die Presse. Die Journalisten forderten hier vor allem eine direkte Durchwahl-Nummer. Die Hälfte der untersuchten Pressebereiche erlangte die Note „sehr gut“.
Web 2.0 – das unbekanntes Wesen
Angebote aus dem Bereich Web 2.0 wie zum Beispiel Filme waren nur marginal vorhanden. Nur zwei Unternehmen boten auf ihrer Homepage einen Presse-Terminkalender an. RSS-Feeds wurden von der Hälfte der Untersuchten angeboten.
Testsieger: Postbank AG
Als klarer Sieger der Untersuchung stach die Postbank AG mit 2,7 von 3 Sternen hervor. An zweiter Stelle waren Microsoft Deutschland und Universal Music Entertainment. Verlierer war der Pressebereich der Daewoo Electronics Europe GmbH.
Expertenrat nutzen, um Journalisten glücklich zu machen
Bedeutend ist eine frühzeitige Überprüfung des Pressebereichs, zum Beispiel durch eine Befragung von Journalisten. Auch ein Check-up durch PR-Experten ist empfehlenswert, um die Pressefächer an die Wünsche der Journalisten anzupassen.









