(openPR) Paulicks Ausgleich zwischen Geschichte und Gegenwart
Berlin, 7. Juli 2008. Das von Georg Wenzeslaus v. Knobelsdorff erbaute Opernhaus sollte Bestandteil eines neuen Schlossforums für Friedrich II. werden. Ebenso wie beim Neuen Flügel in Charlottenburg und in Sanssouci war die Dekorationslust des Rokoko mit seiner phantasievoll-sprühenden Ornamentik das wesentliche charakteristische Merkmal der Innengestaltung.
Diese Innendekoration ging bei einem klassizistischen Umbau, einem Brand und schließlich im 2. Weltkrieg verloren. Gleichwohl orientierte sich der Wiederaufbau bisher jedesmal an den Intentionen Knobelsdorffs. Auch nach dem 2. Weltkrieg näherte der Architekt Richard Paulick die Lindenoper dem Knobelsdorffschen Rokoko – mit seinen drei Rangböden – wieder an. Der Wiederaufbau stellte die stadträumliche Wirkung wieder her; die funktionalen Verbesserungen stehen im Einklang mit dem historischen Charakter des Bauwerks.
Richard Paulick war Schüler des Neuen Bauens der Weimarer Republik: Meisterschüler Hans Poelzigs, Mitarbeiter von Walter Gropius, Wegbereiter der Moderne im östlichen Nachkriegsdeutschland nach dem Ende des Stalinismus. Sein Wiederaufbau-Entwurf ist eine Gratwanderung zwischen Denkmalpflege und modernen Anforderungen: Paulick ging selbstbewusst mit Knobelsdorffs Palladianismus um und fand einen dem Geist des Hauses entsprechenden, über den Tag hinaus bewahrenswerten Ausgleich zwischen Geschichte und Gegenwart!
Dr. Manfred Uhlitz
Der Vorsitzende
Dipl.-Ing. Dirk Pinnow
Der Schriftführer
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Verein für die Geschichte Berlins e.V., gegr. 1865
Dr. phil. Manfred Uhlitz
Büro des Vorsitzenden
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14052 Berlin
Tel.: 305 96 00
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Die Stadt Berlin erlebte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts tiefgreifende Veränderungen in ihrer gesellschaftlichen Struktur und ihrem Stadtbild wie kaum eine zweite deutsche Stadt: bewundernswerte Neuerungen in technischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Bereichen einerseits, unkontrollierter Zuzug von arbeitssuchenden Menschen mit all seinen negativen Folgen und gedankenloser Umgang mit der historischen Substanz der Stadt andererseits. Diese ambivalente Entwicklung betrachteten jene Bürger, die sich der Geschichte der Stadt aus beruflicher und privater Neigung widmeten, mit großem Unbehagen. Im Jahr 1864 ergriffen Dr. Julius Beer, praktischer Arzt, und Ferdinand Meyer, Polizeisekretär, die Initiative, einen Geschichtsverein zu gründen, der dem Verlust an materiellen Zeugnissen Einhalt gebieten sollte.
Am 28. Januar 1865 konnten die Initiatoren zahlreiche Interessierte in der konstituierenden Sitzung für den gemeinnützigen "Verein für die Geschichte Berlins" im Café Royal, Unter den Linden, begrüßen. Oberbürgermeister Karl Theodor Seydel übernahm das Amt des Vorsitzenden.
Ausdrücklich wandte man sich an alle Kreise der Berliner Bevölkerung, in denen die Anteilnahme an der Geschichte Berlins geweckt werden sollte. Durch die Förderung der heimatkundlichen Forschung unter besonderer Berücksichtigung der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Zusammenhänge sollte das Wissen um die geschichtliche Entwicklung der Stadt erweitert und vertieft werden. Dieses Ziel hat der Verein für die Geschichte Berlins in den 140 Jahren seines Bestehens uneingeschränkt erreicht.
Durch eigene Forschung und die Vermittlung ihrer Ergebnisse legte der älteste Geschichtsverein Berlins die Grundlage für die historische Erforschung der Stadt, auf der bis in die Gegenwart die Berlinforschung beruht. Regelmäßige öffentliche Vorträge bescherten und bescheren der Geschichte Berlins ein großes Publikum und dem Verein eine positive Resonanz. Er zählt heute knapp 800 Mitglieder.
Das weit über die engere Vereinstätigkeit hinausgreifende Engagement der Mitglieder zeigen die Initiativen zur Errichtung zweier Museen, denen wir die Gründung des Märkischen Museums und nach dem Zweiten Weltkrieg das - nicht mehr existierende - Berlin-Museum verdanken. Von den vielen Persönlichkeiten, die die Vereinstätigkeit und die Erforschung der Berliner Geschichte prägten und förderten, seien der Stadtarchivar Ernst Fidicin (1802-1883), der Schauspieler und Schriftsteller Louis Schneider (1805-1878), der Photograph F. Albert Schwartz (1836-1906), die Kunsthistorikerin Margarete Kühn (1904-1995) und der Landeshistoriker Hans-Werner Klünner (1928-1999) genannt.
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