(openPR) Seit dem 4. Juli hängt die Ankündigung der Stadtführungen von Cliewe Juritza in der Berliner S-Bahn. Das Werbeplakat zeigt sieben Stationen aus den Führungen und ist damit eine kleine Reise durch Prenzlauer Berg und an die Reste der Berliner Mauer.
Der gebürtige Berliner führt seit über einem Jahr Besucherinnen und Besucher durch seinen Heimatkiez, den Helmholtzkiez. Am Helmholtzplatz ist er aufgewachsen. Er hat in allen drei Straßen des so genannten LSD-Viertels gewohnt: in Lychener, Schliemann- und Dunckerstraße. In seinem Politik-Studium machte er die Stadtbaugeschichte Berlins zu einem seiner Schwerpunkte. Er redet über Mietskasernen, Vorderhäuser, Hinterhöfe, Brandwände, Quergebäude, Remisen, Gartenhäuser, Kellerwohnungen, Traufhöhen, Seitenflügel und zeigt die Einschusslöcher vom Ende des 2. Weltkriegs an seiner alten Schule.
Prenzlauer Berg ist schon lange kein Geheimtipp mehr, trotzdem sorgen seine Führungen bei den Gästen immer wieder für überraschte Gesichter: das Massengrab auf dem so friedlichen Parkfriedhof zwischen Pappelallee und Lychener Straße, den Judengang am Kollwitzplatz oder das ehemalige KZ am Wasserturm kennen oft nur die eingefleischten Kiezbewohnerinnen und -bewohner.
Cliewe Juritza weiß wovon er redet, wenn er auf der Führung “Als die Berliner Mauer noch kein Denkmal war” die Unüberwindlichkeit der Berliner Mauer beschreibt. Saß er doch selber 10 Monate im Gefängnis wegen des “Versuchs des ungesetzlichen Grenzübertritts”, bis die Bundesrepublik ihn freikaufte.
Die Führungen finden noch bis zum 15. Oktober 2008 statt am: Freitag um 16 Uhr: “Als die Berliner Mauer noch kein Denkmal war”, am Samstag um 14 Uhr: “Von der Schönhauser zur Stasi – Cliewe führt durch seinen Helmholtzkiez” und am Sonntag um 14 Uhr: “Vielfalt auf engstem Stadtraum – quer durch den Kollwitzkiez”.
Weitere Informationen zu Inhalten und Treffpunkten unter www.cliewe.de.













