(openPR) Prompt reagierte der Neuenhagener Bürgermeister Jürgen Henze vom Landkreis Märkisch-Oderland auf die Beiträge in den regionalen Zeitungen, die Pflegedienstchefin Evelin Funke in dieser Woche anlässlich des 15-jährigen Bestehens ihres Unternehmens initiiert hatte. Sie äußerte darin ihr Bedauern, dass mit Inkrafttreten der Pflegereform am 1. Juli trotz demografischer Zwänge der Bevölkerungsentwicklung in Neuenhagen bisher wenig zu spüren war von dem Bemühen um den Aufbau eines Pflegestützpunktes zur effektiveren Beratung, Betreuung, Hilfe und Koordinierung von Angeboten für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen. Bereits kurz nach Veröffentlichung luden das Gemeindeoberhaupt und sein Fachbereichsleiter für soziale Einrichtungen, Gunter Kirst, Evelin Funke am 02. Juli zu einem Verständigungsgespräch in die Verwaltung ein. Henze stellte klar, dass die Gemeinde seit ca. einem Jahr an diesem Thema dran ist. Er sieht zunächst jedoch den Landkreis in der Informations- und Entscheidungspflicht für zukunftsorientierte Weichenstellungen und versicherte deshalb, sich dazu mit konkreten Anfragen kurzfristig an den Landkreis Märkisch-Oderland zu wenden. Die Gesprächspartner waren sich darüber einig, dass jede Initiative für bessere Betreuungsangebote in Neuenhagen zu begrüßen und zu unterstützen ist. Bleibt nun abzuwarten, ob und wie der Landkreis sich mit dieser Thematik bisher beschäftigt hat. Fakt ist jedenfalls, dass innerhalb des „Modellprogramms zur Verbesserung der Versorgung Pflegebedürftiger“ und dem damit zusammenhängenden bundesweiten Modellprojekt „Werkstatt Pflegestützpunkte und Pflegeberater“ bereits landesweit 16 Pilotprojekte, u.a. zwei in Berlin und eines im brandenburgischen Erkner ins Leben gerufen wurden. Wie aus den Antworten einer Anfrage im Deutschen Bundestag vom 28. März dieses Jahres zu entnehmen ist, setzte das Bundesministerium für Gesundheit dafür federführend das Kuratorium Deutsche Alterspflege (KDA) als Projektkoordinator ein.Regelmäßige sogenannte „Werkstattgespräche Pflegestützpunkte“ zwischen dem KDA und den Teilnehmern der Pilot-Pflegestützpunkte werden die Implementierungsphase bis zum Projektabschluss im Jahre 2010 begleiten. Ein erster Zwischenbericht über die bisherigen Erfahrungen und Ergebnisse ausgewählter Pilotprojekte erwartet das Bundesministerium für Gesundheit zum Ende des ersten Halbjahres, heißt es dort weiter. Unter der Voraussetzung, dass Kommunen und Sozialhilfeträger gemeinsam mit ehrenamtlicher Arbeit beim Aufbau von Pflegestützpunkten mitwirken, wird eine Anschubfinanzierung bis zu 45000 € gewährt. Dafür stehen bis zum Ende 2011 bundesweit Fördermittel in einer Gesamthöhe von insgesamt 60 Millionen € zur Verfügung.













