(openPR) LEIPZIG (Ceto). – Gestern Abend erfolgte an den Rohstoffbörsen ein Rückgang auf Tagestiefs bis in den Minusbereich, dem aber wiederum eine leichte Erholung folgte. Als Grund für den Preisrutsch galt der festere Dollar und vor allem die neueste Veröffentlichung der US-Energie-Informationsagentur (EIA), die die US-Nachfragezahlen für den April abwärts revidierte. Danach gab es einen Rückgang um 4.2% auf 19.8 Millionen Barrel/Tag, der niedrigsten April-Menge seit 2002. Diese Zahlen wurden als Beweis gewertet, dass die hohen Preise mittlerweile den Verbrauch stark dämpfen.
Bereits heute Morgen zeigten sich die Kontrakte dann wieder fester, da ein technischer Abprall von der Unterstützung bei 140 Dollar pro Barrel erfolgte und da der schwache Dollar und die anhaltenden geopolitischen Sorgen (Nigeria, Iran/Israel) eine weitere Festigkeit begünstigen.
Diese Entwicklung hielt den gesamten Tag an. Die Kontrakte an ICE und NYMEX stiegen bei gutem Umsatz. In der fortwährenden Diskussion über Angebot und Nachfrage zeigt sich weiterhin Unklarheit über die aktuelle Lage. Es scheint aber, dass sich die weltweite Rohölnachfrage aufgrund von hohen Preisforderungen auch in asiatischen Ländern weiter abflacht. Momentan nützen die aktuellen Preisnachlässe laut OMR Oil Market Report, die von arabischen OPEC Ländern gemacht werden, nicht viel um den Preisauftrieb zu stoppen. Es sei also nicht ein fehlendes physisches Angebot, was die Preise verteuert, sondern die wirtschaftliche Ungewissheit für die Zukunft, welche die Spekulation weiter anheizt.
Nach dem sich die Endverbraucherpreise für Heizöl in dieser und in der letzten Woche bereits dem jüngsten Allzeithoch näherten, stagniert der Anstieg heute bei einem marginalen Preisrückgang. Der durch BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau erfasste Bundesdurchschnittspreis für eine 3.000 Literpartie Heizöl EL, inkl. MwSt., sank gegenüber Vortag um rund 0,12 Euro und landete knapp unter 95,50 Euro pro 100 Liter. Damit liegt die Differenz zum letzten Jahreshoch von vor drei Wochen immer noch bei gut 1,40 Euro.
Die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten.
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