(openPR) Karin Schweitzer hat vor zwei Jahren einen Buchverlag gegründet. Hier erfahren Sie etwas aus ihrem Arbeitsalltag. Es ist ein "Fulltime Job" mit hohem Energieeinsatz und manchmal geht das Arbeitspensum an die Belastungsgrenze. "Die Arbeit macht mir Freude und das ist wichtig. Die großen und kleinen Erfolge lassen mich wachsen und aus ihnen schöpfe ich die Kraft für neue Wege."
Um halb sieben klingelt der Wecker. Karin Schweitzer springt in ihre Joggingschuhe und spurtet mit ihrer Hündin Dina durch den Hildener Stadtwald.
Nach diesem schweißtreibenden Hobby lässt sie sich zuerst die Dusche über den Körper rieseln und füllt das Energiedepot mit einem Müsli wieder auf. Dehnen, Strecken und die Computer starten, um Punkt 9 Uhr beginnt der Arbeitstag. Zuerst werden die Emails abgerufen und beantwortet, Kontostand abgefragt und eventuell Überweisungen getätigt. Es folgen Gespräche mit Druckereien, Autoren, Buchhandlungen und den Grossisten. Wird ein neues Buch publiziert, müssen eine Menge Daten in die Onlinedatenbanken eingestellt werden. Genaue Beschreibungen und Coverbilder. Die erste Instanz ist das VLB, gefolgt von Amazon und den anderen Onlinebüchereien, sowie die Barsortimente.
Montags morgens ist Teamsitzung. Da treffen sich die Verlagspartner zu einer Besprechung, um den Verlauf der Woche zu planen. Es wird diskutiert, welche Autoren in den Verlag aufgenommen werden, Verträge besprochen, Werbeaktionen ausgeknobelt, Geschenkideen produziert und auch gelacht. Alle drei Partner, das sind Christian Mörsch, Diethelm Beer und Karin Schweitzer, glauben fest daran, dass ihr Unternehmensweg zum Ziel führen wird.
Was ist das Ziel? Werden Sie sich fragen.
"Unser Ziel ist es, erfolgreich Bücher, Hörbücher, Hörspiele und Musik zu produzieren. Wir wollen eine breite Produktpalette anbieten für eine breite Lesergemeinde. Wir setzen neue Akzente. Ein weiterer Gedanke ist, die kleinen Verlage unter einen Hut zu bringen, um gezielter auf den großen Markt eingehen zu können. Die Buchhandlungen sollen keine Angst mehr haben, sich mit Büchern von Kleinverlegern zu versorgen und sie ins Sortiment aufnehmen."
Karin Schweitzer ist ein Energiebündel, die in Schwierigkeiten die Chance sieht, alles besser zu machen, denn "auch aus den Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man etwas sehr Schönes bauen". Kritik sieht sie als Gelegenheit, über sich hinaus zu wachsen.
Manchmal kommt ein Autor, um mit ihr zusammen, das Skript zu erstellen. Da sitzen die beiden am PC und diskutieren über den Satz, wo welches Bild hinkommt oder wo ein Absatz beginnt und wo nicht. Meist sitzen sie nach getaner Arbeit bei einem Glas Wein, kalkulieren den Verkaufspreis und sinnieren über die Verkaufszahlen des Buches. Je nach Höhe der Auflage, wird der Preis bestimmt. Wie oft lässt es sich verkaufen und wann können wir nachdrucken. Welche Buchhandlungen werden beliefert, welche Organisationen und, und, und.
Nach einer Werbeaktion steht das Telefon nicht still, sei es, um Fragen zu beantworten oder Angriffe von Leuten zu kontern, die erbost sind, weil sie mal wieder einen Werbebrief bekommen haben. Zwischenzeitlich gehen die Faxe mit Bestellungen ein. Das heißt dann, Lieferschein und Rechnung schreiben, Versandpapiere fertig machen, Bücherdienst benachrichtigen, die Bücher einpacken und frankieren.
"Werbung ist wichtig, sonst lernt keiner unsere Bücher kennen. Unseren Onlineshop "Globalhall of Books" wollen wir auch bekannter machen, damit die kleinen Verlage Umsatz machen. Wie auch immer, es ist viel zu tun und eigentlich wird man nie fertig. Irgendetwas habe ich letztendlich immer vergessen, wenn ich spät abends ins Bett gehe."
Manchmal fährt Karin Schweitzer mit ihrem Laptop in die Schulen, um Vorträge für das rauchfreie Leben abzuhalten, untermalt mit einer Bildschirmpräsentation. Sie hat nie ihrem Mut verloren, auch wenn es manchmal schwierig wurde und sie ist immer sie selbst geblieben.
In ihrer knapp bemessenen Freizeit liest sie gerne spannende Bücher und malt. "Da kann man mal so richtig abschalten und an nichts denken. Wenn ich den Pinsel in der Hand halte, vergesse ich die Zeit. Dann wundere ich mich, dass es schon morgens um vier Uhr ist, schaue auf mein Bild und stelle fest: Es ist fertig!"













