(openPR) Französische Auktionatoren ermöglichen mit dem Internetsuchdienst stolen-and-wanted.com das Auffinden gestohlener Kunstwerke
Das Herzstück der Suchanzeige bilden die Daten aus Ausstellungs- und Auktionsverzeichnissen sowie von Veröffentlichungen in einschlägigen Fachpublikationen. Gleichzeitig erschweren sie den Wiederverkauf, da eine Weiterveräußerung ohne entsprechende Angaben und Referenzen nahezu ausgeschlossen ist. Der Zugriff auf die Internetseite ist kostenfrei.
Laut Erhebungen werden 95 Prozent aller gestohlenen Kunstobjekte nie wiedergefunden. Um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, diese Werke ausfindig zu machen, können Diebstahlopfer für alle Etappen des Wiederbeschaffungsprozesses Belohnungen aussetzen: für das Auffinden im Internet, die Identifizierung des aktuellen Aufenthaltsortes, die Verhaftung der Kunsträuber und Hehler sowie für die Rückgabe der Kunstwerke. Die Höhe der Belohnungen kann der Geschädigte frei bestimmen.
Für die Online-Schaltung einer Suchanzeige werden Pauschalkosten erhoben. Da Kunstobjekte manchmal viele Jahre nach ihrem Verschwinden wiedergefunden werden, richtet sich der Betrag nicht nach dem Wert des geraubten Kunstwerks, sondern nach der Dauer des Suchdienstes. Die Standard-Pauschale beträgt 300 Euro für die Dauer von fünf Jahren, die Premium-Pauschale 500 Euro für eine unbegrenzte Dauer. Für die Opfer von Kunstdiebstählen entspricht dieser Betrag den Kosten für eine Anzeige bei vergleichsweise geringerem Aufmerksamkeitsgrad, oder aber der Prämie für eine Diebstahlversicherung für ein Jahr.
Der Internetdienst vermittelt jedem Käufer die Gewissheit, dass es sich bei dem von ihm erworbenen Kunstwerk nicht um Raubgut handelt (Unidroit-Konvention: « Due Diligence » zu Lasten des Käufers von Kunstwerken).
Die derzeit in französischer Sprache veröffentlichte Internetseite wird demnächst in Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch und Niederländisch verfügbar sein.












