(openPR) Günter Schwinn berichtet über Die Geschichte des Bierbrauens und die Historie der Neunkircher Schlossbrauerei
Der Vortrag beginnt am 3. Juli um 19 Uhr in der Neunkircher Irrgartenstraße 18.
Bevor Schwinn auf die Geschichte der Schlossbrauerei eingeht, die wie nicht viele anderen Unternehmen Neunkirchen mit geprägt hat, wird er über die Geschichte des Biers im Allgemeinen berichten. Denn Bier gibt es seit Menschengedenken. Wo es menschliche Zivilisation gab, gab es auch schon sehr früh das Bier. Die Babylonier, Sumerer und die Ägypter kannten es schon. Ein Zufall- Gärungsprozess mag der Anfang der heutigen Verbreitung von unzähligen Biermarken auf dem Weltmarkt gewesen sein. Auf diesem dürfte Deutsches Bier wegen seiner Tradition und dem immer noch geltenden Reinheitsgebot mit an erster Stelle rangieren.
Gibt es doch heute noch in Australien das altbekannte Schlossbier, das von der Karlsberg Brauerei weiter hergestellt und für die dortigen Liebhaber von Bier nach dem deutschen Reinheitsgebot nach Neunkircher Rezept angeboten wird.
Bevor sich die Mönche als erste wissenschaftlich mit dem Bier auseinander gesetzt haben, gehörte die Herstellung des Bieres zu den Aufgaben von Frauen und Bäcker. In der Zeit um die erste Jahrtausendwende n. Chr. begannen Klosterbrauereien sich mit der Braukunst zu beschäftigen. Als nahrhaftes und wohlschmeckendes Getränk zu den Mahlzeiten wurde das Bier anfänglich von ihnen hauptsächlich für den eigenen Bedarf gebraut. Durften doch die Mönche, wie die Chronisten berichten, 5 Liter Bier am Tag zu sich nehmen und nicht nur außerhalb der Fastenzeit, denn die Einnahme von Flüssigem wurde nicht als Bruch des Fastens angesehen.
Als die Mönche dann gegen eine Gebühr das Recht erhielten, Bier gewerblich zu vertreiben entwickelten sich viele Klöster zu gut geführten Wirtschaftsbetrieben. In den sogenannten Klosterschenken wurde das Bier ausgeschenkt.
Auch in den aufblühenden Städten wollte man auf das Bier nicht länger verzichten. Es entstand ein neuer Handwerkszweig mit dem sich die Brauerkunst durchsetzte.
Die Landesfürsten führten Bierabgaben und Biersteuer ein die zur Füllung ihrer Kassen führten. Durch die Schließung vieler Klosterbrauereien schafften sich die jeweiligen Landesfürsten unliebsame Konkurrenz vom Hals, denn die Klosterschenken brauchten durch ein erworbenes Recht keine Steuern zu bezahlen.
Als weiteres Detail der Brauertradition wird Schwinn u.a. über „Bierhexen“ berichten, die für misslungenes Brauen verantwortlich gemacht und bestraft wurden. Dampfmaschinen und die Erfindung der elektrischen Kühlung brachten die weitere Entwicklung des Biermarktes.
Da der erste bekannten Bericht über den Konsum von Bier in Neunkirchen auf das Renaissance-Schloss zurück reicht, wo das Bier schon 1687 als Getränk für die Bediensteten hergestellt wurde war die Namensgebung bei der ersten Schlossbräu Herstellung im Stammhaus der Schlossbrauerei, in der Nähe des ehemaligen Schlosses, naheliegend.
Über die Familien- und Betriebs- Geschichte, die Namen von geschäftsführenden Personen, die Betriebseinrichtungen, die verschiedenen Marken, den Umsatz und die Fusionen bis hin zum „Aus“ der Brauertradition auf dem Büchel weiß Schwinn zu berichten.
Am Vortragsabend erinnern Poster und Collagen an Personen, Gebäude und Einrichtungen der ehemaligen Produktionsstätte.
Eine Drucksache vom Inhalt des Vortrages ist vorrätig.
Eine kleine Ausstellung von Erinnerungsstücken an die Schlossbrauerei aus der Sammlung von Robert Brincour ist vorgesehen.
Die Karlsberg Brauerei trägt ihrerseits dazu bei die Nostalgie an die Neunkircher Marke an diesem Abend zu konkretisieren.
Gäste sind willkommen. Nichtmitglieder zahlen 3 €.











