(openPR) LEIPZIG (Ceto). – Nach ihrem steilen Preisrutsch am frühen Donnerstagnachmittag bewegten sich die Preise an der NYMEX und der ICE auf niedrigem Niveau unter Schwankungen seitwärts mit nachgiebigem Unterton. Dafür, dass die Preise nicht tiefer abstürzten, sondenr sich technisch stützten, sorgte unter anderem die jüngste Mitteilung des Informationsdienstes „Oil Movements“, nach der die OPEC-Exporte in den 4 Wochen bis zum 5. Juli um 230.000 Barrel/Tag unter dem entsprechenden Vormonats-Zeitraum liegen werden. Auf der anderen Seite wird der Spielraum nach oben aber nicht nur technisch und durch die Erwartung einer Saudischen Förderungserhöhung begrenzt, sondern auch durch die Aussicht auf Nachfrage-Rückgänge durch die Anhebung der Steuern auf Kraftstoffe in China. Ihnen wird in Verbindung mit den ohnehin bereits bestehenden Nachfrage-Sorgen ein zusätzlicher Druck auf die Preise zugetraut.
Heute Morgen zeigten sich die Kontrakte aber bereits wieder etwas fester in Erholung von den starken Verlusten vom Vortag. Für diesen Anstieg sorgte die Erholung beim Euro sowie die Kürzung um 220 000 Barrel pro Tag bei Shell in Nigeria nach Anschlägen. Auch die Verbalattacken von Venezuelas Staatspräsident Hugo Chávez, der der EU wegen der neuen Abschiebe-Regeln für illegale Einwanderer mit einem Erdölboykott droht, haben Aufwärtsschub gegeben. Am frühen Nachmittag zeigten sich die Notierungen kurz vor Redaktionsschluss dann noch deutlicher im Plus mit einer Differenz von bis zu drei Dollar pro Barrel gegenüber Vortag. Die gesamte Woche war von ständig Auf- und Abwärtsbewegungen geprägt, die jedoch nie unter / über die Marken von 130 /140 Dollar pro Barrel gelangten.
Der Markt reagierte immer wieder auf jede noch so kleine marktrelevante Information mit plötzlichen Richtungswechseln.
Die heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise gaben heute vor dem Wochenende noch einmal deutlich nach. Dies war der fünfte Rückgang in dieser Woche seit dem durch BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau erfassten Jahreshoch vom vergangenen Freitag. Der Bundesdurchschnittspreis für eine 3.000 Literpartie Heizöl EL, inkl. MwSt., gab um rund 1,30 nach rutschte bis auf die Marke von knapp 93,50 Euro pro 100 Liter nach.
Die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten.
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