(openPR) Zürich, im Juni 2008. „Eine Untersuchung von Lali direkt nach der Geburt hätte eventuell das Schlimmste verhindern können“, meint Professor Sailer, weltbekannter Spezialist für Gesichts-, Kiefer- und Oralchirurgie und Gründer der Stiftung Cleft Children International (CCI). Die Stiftung wird von zahlreichen international bekannten Persönlichkeiten wie Sir Peter Ustinov und dessen Familie unterstützt. Insbesondere in Indien leiden viele Neugeborene und Kinder unter den Folgen des Cleft-Syndroms (Gaumenspalten).
Wie jetzt bekannt wurde, war das Mädchen mit den zwei Gesichtern bereits Ende Mai schwach und dehydriert in ein Krankenhaus in Delhi eingeliefert worden. Der indische Arzt Professor Dr. Gosla Reddy der Stiftung Cleft Children International (CCI) teilte dazu mit, dass die Hitzewelle in der Region, Austrocknung und falsche Ernährung Lalis Tod herbeiführten. „Das Kind wurde immer schwächer und es kündigte sich ein Kreislaufversagen an. Daraufhin brachten die Eltern Lali zu einem Arzt im Dorf“, erläutert Professor Reddy. Dieser habe die sofortige Einlieferung ins Krankenhaus empfohlen. Hatten die Eltern nach der Geburt noch jedwede medizinische Hilfe für ihr Kind abgelehnt, kamen sie nun der Aufforderung nach. In Delhi konnten die Ärzte dann aber nicht mehr viel tun. Trotz sofortiger Verabreichung von Nahrung und Flüssigkeit starb Lali.
„Man kann nicht ausschließen, das Lali bei entsprechender Untersuchung nach der Geburt noch am Leben sein könnte“, sagt Professor Sailer. Erst die fachmännische Untersuchung der Missbildung hätte den Eltern die Möglichkeit gegeben, das Mädchen entsprechend zu versorgen. In wenigen Wochen wollte Professor Sailer nach Indien reisen, um Lali zu untersuchen.
Nach Angabe von Professor Reddy (CCI) ist das Kind inzwischen in seinem Dorf nach hinduistischer Tradition beigesetzt worden. Jetzt sei die Errichtung eines kleinen Tempels für die als Gottheit verehrte Lali im Heimatdorf geplant.
20 Millionen registrierte Spaltkinder in Indien
In einer aktuellen Statistik des Indischen Gesundheitsministeriums ist die Rede von 20 Millionen registrierten Cleft-Kindern. „Unser Engagement in Indien muss verstärkt werden“, so Professor Sailer. Die Stiftung Cleft Children International (CCI) hilft in fünf Versorgungszentren nachhaltig – und behandelt dort Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten. Betroffene, wie die kleine Durga (siehe Foto unter www.pr-commander.de/cleft-kinder), können nur unter größten Mühen überhaupt essen, trinken, sprechen oder lächeln – und das meist erst nach mehreren Operationen. Bis zum 18. Lebensjahr sind durchschnittlich pro Kind 2-3 Operationen nötig, da sich das Gesicht im Wachstum befindet. Vor allem in Entwicklungsländern sterben viele der betroffenen Kinder oder werden ausgegrenzt. Sie besuchen keine Schule, betteln und erlernen nie einen Beruf. Hinzu kommt die Armut der Eltern, die sich die Operationen nicht leisten können.
Die Operationen der Kinder werden komplett von den Spenden über die Cleft Children International (CCI) getragen, 20.200 Kinder wurden schon operiert und nachhaltig versorgt – zum Beispiel mit einer Sprachtherapie oder zahnmedizinischen sowie kieferorthopädischen Maßnahmen. „Es geht ausschließlich um das Wohl der Kinder“, sagt Professor Sailer über sein unermüdliches Engagement. Finanzielle Interessen spielen bei der Behandlung keine Rolle.
Am 20.07.2008 wird jetzt das fünfte „Cleft Centre of Excellence“ der CCI in Indien eröffnet. In Kalkutta entsteht so ein weiterer Anlaufpunkt für die Heilung von Cleft-Opfern.
Weitere Informationen zu Durga und der Stiftung Cleft Children International finden Sie unter: www.cleft-kinder.de oder www.cleft-kinder.org
Spendenkonto:
Cleft-Kinderhilfe
Professor Hermann Sailer Stiftung
Bank für Sozialwirtschaft Hannover
Konto Nr. 9425901
BLZ 251 205 10
Fotos:
www.pr-commander.de/cleft-kinder
Videos:
www.youtube.com/CleftChildrenCCI
www.myvideo.de/mitglieder/CleftChildrenCCI










